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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Zoff zwischen Brett Kavanaugh und dem „Sänger von UB40“

Inzwischen haben drei Frauen öffentlich erklärt, von Brett Kavanaugh missbraucht oder genötigt worden zu sein. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Jugendjahre Kavanaughs, Trumps Kandidat für den Supreme Court, das Oberste Gericht der USA. Die Abstimmung soll noch diese Woche stattfinden – geht die Abstimmung für Kavanaugh aus, ist er Richter auf Lebenszeit.

Das FBI wird vermutlich nicht in der Lage sein, die Vorwürfe der Übergriffe zu beweisen – doch der Aussage, er habe noch nie einen Filmriss wegen Trinkens gehabt, haben inzwischen mehrere Zeugen widersprochen. Sie beschreiben Kavanaugh dabei als exzessiven Trinker in seinen Highschool- und Collegezeiten. Bei den Zeugen handelt es sich um Mitschüler, Kommilitonen und Zimmernachbarn. Sie erklären, sie haben ihn mehrfach so sturzbetrunken erlebt, sodass er sowohl die Kontrolle über sein Verhalten verloren habe als auch sich am nächsten Tag nicht daran erinnern konnte.

Ein Vorfall aus dem September 1985 soll sich in einer Bar nahe der Yale-Universität zugetragen haben. Der damalige Studienfreund Chad Ludington – heute Professor an der North Carolina State University – erzählt, sie seien in einer Gruppe von Freunden nach dem Besuch eines UB40-Konzerts in eine Bar in New Haven gegangen.

Kooperation
Ali Campbell, UB40

Dort kam es zur Auseinandersetzung mit einem anderen Gast. Der damals 21-jährige Kavanaugh soll „ohne erkennbaren Grund“ Eiswürfel nach ihm geworfen haben. Kavanaughs Kumpel Chris Dudley soll auch ein Glas nach dem Mann geworfen haben – der New York Times liegt der Polizeibericht von damals vor. Angeblich hielten sie den Mann für Ali Campbell, den damaligen Sänger von UB40.

Für Kavanaughs Gegner ist diese Geschichte ein Beispiel dafür, wie bewiesen werden könnte, dass Kavanaugh in Bezug auf seinen Alkoholkonsum gelogen haben könnte und zu welchen unkontrollierten Handlungen er unter erheblichem Alkoholeinfluss fähig gewesen sei.

Dass es sich damals um den echten Ali Campbell handelte, konnte übrigens nicht bestätigt werden.

Peter Still Redferns

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