Brian May: Freddie Mercurys Tod stürzte ihn in Depressionen


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Anlässlich der Neuauflage seines Solodebüts „Back To The Light“ sprach Brian May über die dunkelste Phase seiner Karriere. Der Tod Freddie Mercurys im Jahr 1991 habe den Gitarristen in ein tiefes Loch gestürzt: „Ich fühlte mich, als wäre auch mein Leben vorbei.“ 

Als Mercury im November 1991 den Folgen seiner AIDS-Erkrankung erlag, war das für Queen-Gitarrist Brian May bereits der zweite Schicksalsschlag in diesem Jahr. „Ungefähr zur selben Zeit verlor ich meinen Vater an den Krebs“, erzählt May im Interview mit dem „Guardian“. „Außerdem brach meine Ehe auseinander, weil ich mich in eine andere Frau verliebte. Ich fühlte mich, als würde ich auch meine Kinder verlieren – als würde ich alles verlieren.“

All dies stürzte May in eine Phase tiefer Depression: „Ich war ein paar Mal sehr kurz davor, von der Brücke zu fahren“, erzählt May, „Hammersmith Bridge. Heute kannst du da gar nicht mehr rüberfahren“.

Musik als Therapie

Erst durch die Arbeit an seinem Debütalbum habe der Gitarrist schließlich einen Weg aus der Trauer gefunden: „Musik war das einzige, woran ich mich festhalten konnte – fast wie Therapie.“ Diese rohen Emotionen schafften es auch auf die Platte. „Was man auf dem Album hören kann, bin ich, wie ich verzweifelt nach etwas greife, dass mich zurück ins Licht („Back To The Light“) führen wird.“

Seit 2012 treten Brian May und Roger Taylor gemeinsam mit Sänger Adam Lambert als Queen + Adam Lambert auf. Mit „Golden Days“ brachte May im Jahr 2017 ein Studioalbum mit Musical-Darstellerin Kerry Ellis heraus, die schon für das Queen-Musical „We Will Rock You“ mit May zusammengearbeitet hatte. Die Neuauflage seines Solodebüts „Back To The Light“ erscheint am 06. August 2021.