Butch Vig: Deshalb würde Nirvanas „Nevermind“ heute keine Revolution mehr auslösen


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Was 1991 angesagt war, muss es heutzutage nicht mehr sein. Würde Nirvanas Erfolgsalbum „Nevermind“ in der Gegenwart noch so einen Hype auslösen wie damals? Tatsächlich glaubt Butch Vig nicht daran, dass Kurt Cobains Songs heute so durch die Decke gehen würden, wie Anfang der 90er. Billie Eilish wäre jetzt diejenige, die dem Zeitgeist entsprechen würde, so der Garbage-Schlagzeuger und „Nevermind“-Produzent.

Nirvana entsprechen nicht mehr dem Zeitgeist

Im Interview mit dem „NME“ ließ er sich er sich zu der Aussage hinreißen, dass es Nirvana im Jahr 2020 nicht so leicht hätten: „Ich denke, es wäre schwer den Zeitgeist-Moment zu wiederholen.“ Weiterhin erklärt er sehr direkt: „Obwohl es eine großartige Platte ist – wenn ‚Nevermind‘ diese Woche herauskommen würde, es hätte nicht die gleiche kulturelle Wirkung.“

Damit möchte er die US-Grungeband aber nicht niedermachen. Er wolle nur klarmachen, dass Nirvana eben genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. So führt er im Gespräch aus: „Es war ein perfektes Timing, als sich die Musik veränderte und es sich wie eine Revolution anfühlte. Ich kann das heute wieder sehen, aber nicht auf die gleiche Weise.“

Billie Eilish ist jetzt das Sprachrohr der Teens

Wer mittlerweile an die Stelle von Nirvana getreten ist? Laut Vig ganz klar Billie Eilish: „Billie spricht für eine ganze Generation von Jugendlichen, ähnlich wie Nirvana.“

Doch abgesehen von ihr hätten es Musiker schwer, wirklich groß zu werden, was vor allem an dem Fehlen von etwas „Mystischem“ liegen würde. Butch Vig hat aber auch hier klare Vorstellungen: „Vielleicht kommt ja jemand mit einer Band, die wie Nirvana klingt, der aber ein Autor ist, der wie Bob Dylan schreibt, HipHop mag und weder Instagram noch Facebook hat. Vielleicht macht die Band dann ein paar Shows und verschwindet. Wenn sie das machen würde, würden die Leute verrückt werden, weil sie sie umso mehr sehen wollen würden.“ Und sollte es eine solche Gruppe schon geben, will es der US-Produzent ganz dringend wissen, denn: „Ich möchte sie produzieren!“


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