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Highlight: Perfect Album Closer: 15 großartige Schluss-Songs auf Platten

Die 100 größten Musiker aller Zeiten: Nirvana – Essay von Vernon Reid

Nirvana

von Vernon Reid, Living Colour

Bei mir waren Nirvana eine klassische Plattenladen-Entdeckung. So was passiert einem ja immer seltener. Ich war im Rocks In Your Head in New York und fragte die Frau hinter dem Tresen: „Was gibt’s denn Neues?“ Sie legte „Smells Like Teen Spirit“ auf. Ich dachte: „Wow. Da hat’s jemand geschafft, Metallica und R.E.M. zu kombinieren.“ Der Begriff „Grunge“ war mir fremd, und ich wusste nicht, dass das ein Phänomen werden würde. Ich wusste nur, dass ich was Wichtiges hörte. Richtig große Musik. Mein Lieblingslied auf „Nevermind“ war „Lithium“. Kurt Cobain sprach etwas in der Kultur an, was noch keiner vor ihm so ausgedrückt hatte: leidenschaftliche Ambivalenz. „I’m so ugly, but that’s okay/ ’Cause so are you.“ Er brachte auf den Punkt, welche extremen Gefühle es auslösen konnte, keine Gefühle zu haben.

Vernon Reid

Cobain lenkte die Musik auf ganz neue Wege. Menschen, bei denen man zusehen kann, wie die Achse der Musikgeschichte sich um sie dreht, gibt es nur sehr selten. Hendrix war maßgeblich, Prince war maßgeblich, Cobain auch. Obendrein war er ein hervorragender Gitarrist. Ich hab das mal zu einem Joe-Satriani-Fan gesagt, und den machte das richtig wütend. Aber man kann Cobain nicht gleichzeitig für einen großen Songwriter und einen nur durchschnittlichen Gitarristen halten – weil er ohne die Gitarre diese Songs nicht geschrieben hätte. Sein Spiel durch den Big-Muff-Verzerrer, das kannst du nicht abziehen,das war essenziell für seine Musik, und seine geänderten Tunings waren unglaublich einflussreich.

Nirvana: Lithium

Denke ich an Nirvana, dann denke ich auch an die Bad Brains, die Sex Pistols. Alle diese Bands waren radikal und eigenwillig und abseitig, aber ihre Songs sind unglaublich melodisch. Auf „Mistaken Identity“, meinem ersten Soloalbum nach der Auflösung von Living Colour, gibt es ein Stück, das heißt „Saint Cobain“. Ich werde nie den Tag vergessen, an dem ich von seinem Selbstmord erfuhr. Ein so immenser Erfolg, wie ihn Nirvana erlebten, wirkt traumatisch.

Steve Thorne Redferns


Dave Grohl: Hass von Nirvana-Fans treibt ihn an

Dass aus den Foo Fighters einmal eine der weltweit erfolgreichsten Bands überhaupt wird, hätte 1995 wohl niemand gedacht. Selbst Dave Grohl zeigt sich auch 25 Jahre später noch immer demütig und auch etwas verwundert darüber, wie es sein kleines Kellerprojekt so weit schaffen konnte. Dazu beigetragen haben aber nicht nur die treuen Fans, sondern auch jene, die Grohl nach dem Ende von Nirvana und mit dem Beginn der Foo Fighters nichts Gutes gewünscht haben. In einem Interview mit „Mojo Magazine“ erklärte der Musiker, dass ihn der Hass, der ihm von vielen Nirvana-Fans entgegenschlug, motiviert statt ausgebremst habe. Sie sagten Dinge…
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