CBGB: New Yorker Club kehrt als Festival zurück und plant Neueröffnung


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Wie die New York Times gestern meldete, wird der legendäre Club CBGB eventuell ein Comeback feiern. Obwohl es einem schon die Nackenhaare aufstellt, wenn man in dem Artikel Sätze wie diesen liest: „Now a group of investors has bought the assets of that famous punk-rock club, which closed in 2006, and plans to establish an ambitious music festival this summer, with an eye toward reopening the club at a new downtown location.“

Ganz so schlimm ist es dann aber doch nicht: Die Location, die wie keine andere die Punk-Bewegung prägte, ist nicht etwa in die Hände oder Fühler eines Heuschreckenfonds gefallen – einige der Investoren haben enge Verbindungen zum ursprünglichen Geschehen im CBGB auf der Bowery.

Tim Hayes, einer der Investoren, sagte der Times: „Wir werden diese historische Zeit natürlich nicht nachbilden können. Aber wir möchten die Idee weiterführen, Livemusik zu supporten, Krach zu machen und ein Teil New Yorks zu sein. Das Festival wird ein Weg sein, das zu erreichen. Der Club könnte ein anderer Weg sein.“ Über die Namen der Investoren wollte Hayes nicht sprechen, aber es seien „a half dozen guys that just love music“.

Das Festival, das vier Tage dauern wird, beginnt am 05. Juli und wird ein Line-up von rund 300 Bands aufbieten. Die Konzerte werden sich auf 30 Bühnen verteilen – darunter sind große Openair-Bühnen wie die Central Park Summerstage aber auch kleine Clubs wie die Trash Bar in Williamsburg und der Living Room in der Lower East Side. Guided By Voices werden dabei ein frei zugängliches Konzert im Central Park spielen, in der Webster Hall wird an einem Abend die alte Hardcore-Garde auflaufen: The Cro-Mags, Vision of Disorder und Sick of It All. Hayes macht keinen Hehl daraus, dass sich die Veranstaltung am CMJ Festival, das ebenfalls in New York stattfindet, und dem SXSW in Austin orientiert.