Chris Rock verzichtet nach Oscar-Schelle auf Anzeige gegen Will Smith


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Keine Oscar-Szene wird wohl öfter wiederholt werden in den nächsten Tagen: Will Smith verpasste Chris Rock auf der Bühne eine Ohrfeige. Der Grund: Rock hatte als Präsentator für die Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ einen plumpen Witz über die Ehefrau von Smith, Jada Pinkett Smith, gemacht.

Pinkett Smith sehe mit ihrem rasierten Kopf aus wie „G.I. Jane“, sagte er. Das ließ Will Smith nicht auf sich sitzen und konnte sich auch danach kaum beruhigen. Mehrfach sagte der spätere Oscar-Gewinner: „Zerreiß dir dein Maul nicht über meine Frau.“

Wusste Chris Rock nicht von Jada Pinkett Smith‘ Krankheit?

Strafrechtliche Folgen wird der Vorfall allerdings nicht haben, wie das Los Angeles Police Department laut „Variety“ bereits bestätigte. Demnach habe es Chris Rock nach ersten Ermittlungen abgelehnt, eine Anzeige gegen Smith zu erstatten, obwohl er von dem Schauspieler geohrfeigt wurde.

Jada Pinkett Smith hatte vergangenes Jahr auf Instagram öffentlich gemacht, aufgrund ihrer Krankheit die Haare auf dem Kopf zu rasieren. Schwer anzunehmen, dass Chris Rock davon nichts mitbekommen hat.

Wie mehrere Medien aus Hollywood berichten, wurde Will Smith während einer Werbeunterbrechung im Saal dabei beobachtet, wie er, immer noch stark angeschlagen, von Denzel Washington und Tyler Perry getröstet wurde. Auf Handyaufnahmen aus dem Publikum war zu sehen, wie er sich die Tränen wegwischte.

Etwas Trost für Will Smith

Will Smith gewann etwa eine halbe Stunde nach dem Vorfall den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „King Richard“. In seiner Dankesrede flossen Tränen. Beiläufig kam Smith dann noch einmal auf den emotionalen Tiefpunkt zu sprechen: „Denzel (Washington) hat vor ein paar Minuten zu mir gesagt: ‚In deinem größten Moment besucht dich der Teufel. Ich möchte aber ein Medium für die Liebe sein.“ Er fügte später hinzu: „Die Kunst ahmt das Leben nach, ich sehe aus wie der verrückte Vater, so wie man es über Richard Williams sagte. Die Liebe bringt einen manchmal dazu, seltsame Dinge zu tun.“