Oscar-Klatsche: Will Smith watscht Chris Rock für üblen Witz ab


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Will Smith und Chris Rock haben für DEN Aufreger bei der 94. Verleihung der Oscars am Sonntag (27. März) gesorgt. Smith hatte seinem Kollegen auf der Bühne eine Schelle gegeben. Zunächst blieb unklar, ob es sich dabei um einen Scherz handelte. Doch später wurde klar: Ein Joke von Rock hatte die Reaktion Smith‘ ausgelöst.

Nachdem Rock als Präsentator des Oscars für den besten Dokumentarfilm nämlich gewitzelt hatte, dass Jada Pinkett Smith, die Ehefrau von Will Smith, mit ihrem rasierten Kopf wie „G.I. Jane“ aussehe, stürmte der Schauspieler auf die Bühne und verpasste Rock vor den Augen des Publikums eine Ohrfeige. Der traurige Hintergrund für diesen völlig unnötigen Witz: Pinkett Smith hat seit Jahren unter der Autoimmunkrankheit Alopezie zu leiden, hat deshalb mit Haarausfall zu kämpfen.

„Zerreiß dir dein Maul nicht über meine Frau“

Während in den USA während der Fernsehübertragung der Ton abgestellt wurde – seit dem legendären Nipplegate beim Super Bowl von Justin Timberlake und Janet Jackson werden Live-Übertragungen in der Regeln um einige Sekunden verzögert gezeigt, um auf Skandale reagiere zu können – hörte man bei der internationalen Übertragung den Grund für die Aktion.

So sagte Rock nach der Schelle: „Wow, Will Smith hat mir gerade eine Ohrfeige verpasst“. Smith kehrte auf seinen Platz zurück und brüllte laut: „Zerreiß dir dein Maul nicht über meine Frau.“

Rock reagierte daraufhin erneut: „Wow, Alter, das war ein G.I. Jane-Witz“, während Smith, immer noch wütend, erneut seinen Satz wiederholte.

Jada Pinkett Smith kämpft mit Autoimmunkrankheit

Jada Pinkett Smith hatte vergangenes Jahr auf Instagram öffentlich gemacht, aufgrund ihrer Krankheit die Haare auf dem Kopf zu rasieren. Schwer anzunehmen, dass Chris Rock davon nichts mitbekommen hat.

Wie mehrere Medien aus Hollywood berichten, wurde Will Smith während einer Werbeunterbrechung im Saal dabei beobachtet, wie er, immer noch stark angeschlagen, von Denzel Washington und Tyler Perry getröstet wurde. Auf Handyaufnahmen aus dem Publikum war zu sehen, wie er sich die Tränen wegwischte.

Oscar für Will Smith

Die emotionale Achterbahnfahrt an diesem Abend hielt für den Schauspieler aber auch noch einen euphorischen Moment bereit, als er später für seine schauspielerische Leistung in „King Richard“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

In dem Film spielt Smith den Vater der Tennis-Stars Venus und Serena Williams. In seiner Dankesrede würdigte er das Vorbild für seine Rolle, Richard Williams, als einen „erbitterten Verteidiger seiner Familie“.

Dann flossen bei Smith die Tränen. „Denzel (Washington) hat vor ein paar Minuten zu mir gesagt: ‚In deinem größten Moment besucht dich der Teufel. Ich möchte aber ein Medium für die Liebe sein.“ Er entschuldigte sich bei der Academy für seine Emotionen und fügte später hinzu: „Die Kunst ahmt das Leben nach, ich sehe aus wie der verrückte Vater, so wie man es über Richard Williams sagte. Die Liebe bringt einen manchmal dazu, verrückte Dinge zu tun.“

Die Oscar-Verleihung hielt neben diesem Auftritt von Will Smith einige Überraschungen parat, die allerdings weniger emotional aufgenommen wurden. So erhielt die Apple TV+-Produktion „Coda“ den Oscar für den besten Film, der große Favorit „The Power Of The Dog“ bekam nur einen Academy Award (Regisseurin Jane Campion) und für Billie Eilish gab es ebenfalls einen Goldjungen. Alle Gewinner finden Sie HIER im Überblick.