Corona: Bund will Großveranstaltungen bis Jahresende verbieten


von

Das wegen der Corona-Krise bestehende Großveranstaltungsverbot führte zum Ausfall des Festivalsommers, Open-Air-Konzerten, aber auch Indoor-Events.Die Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nun angekündigt, dass Großveranstaltungen mindestens bis zum 31.12.2020 verboten bleiben sollen.

Einer Pressemitteilung zufolge heißt es, dass das Verbot für „Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste“ gelten soll. Aber: Eine Ausnahme-Regelung soll es geben.

Ausnahmen für Regionen mit geringen Infektionszahlen

Demnach könnte es Ausnahmen in „Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen“ geben, dafür müsste jedoch sichergestellt werden, dass „die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region oder aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Entwicklungen kommen.“ Ab welchem Wert die Infektionszahlen als „sehr gering“ gelten, ist noch nicht bekannt. Ebenso bleibt offen, bis zu welcher Kilometerzahl von einer „umliegenden Region“ gesprochen wird.

Die Informationen kommen aus einer Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten. Ab wann der neue Beschluss in Kraft tritt, und was dies für die Social-Distancing-Konzerte bedeutet, die auch in Deutschland geplant sind und teilweise schon stattfinden, bleibt offen. Zuletzt wurde ein Corona-Konzert vor 13.000 Besuchern in Düsseldorf auf Spätherbst verschoben.