Corona: Wird Helge Schneider nie mehr live auftreten?


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„Guten Tag, mein Name ist Helge Schneider“ – so beginnt das Video, das der 64-Jährige auf Facebook am Dienstag teilte. Danach wird er – für seine Verhältnisse – recht ernst.

„Meine Kunst“, führt Helge Schneider fort, „lebt davon, dass ich ein Publikum habe – das seid ihr.“ Und in letzter Zeit sei es ihm halt nicht möglich gewesen, vor seinen Fans aufzutreten. „Ich könnte nächstes Jahr in Rente gehen“, sinniert er weiter, „ich werde dieses Jahr 65“ – als könnten Künstler wie er überhaupt in Rente gehen. „Ich habe früh angefangen, in die Rentenversicherung einzuzahlen – seit ich 14 war.“

Aber Schneider sehe sich halt als Arbeiter – und stellt klar: „Ich trete nicht auf vor Autos, ich trete nicht auf vor Menschen, die eineinhalb Meter auseinandersitzen müssen mit Mund-Nasen-Schutz, und ich trete auch nicht im Internet auf, in einem gestreamten Programm. Einem Streaming-Dingsadabumsda!“

„Meine Arbeit ist für die nächste längere Zeit infrage gestellt.“ Erst, wenn „alle Freiheiten“ wieder hergestellt seien, wolle er wieder eine Bühne betreten. Ist das also ein Bühnenabschied für immer? Wann wieder mit normalen Konzerten zu rechnen – darüber sind sich Politiker und Gesundheitsexperten noch nicht einig. Bislang scheint nur klar, dass Großveranstaltungen in diesem Jahr wohl schwierig umzusetzen sind.

„Wenn das so weitergeht, war’s das“, schließt er seine mit „Statement“ betitelte Videobotschaft. Immerhin: Auf Facebook, so Schneider, wolle er sich häufiger melden. Ein Internetdienst, mit dem er zurechtkommt.

Helge Schneider auf Facebook: