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Corona: Was ist die Definition einer „Großveranstaltung“?

Seit dem heutigen Mittwoch (15. April) ist das Wort „Großveranstaltung“ in der Konzertbranche und bei Musikfans in aller Munde. Denn die Bundesregierung hat im Zuge der Coronakrise beschlossen, dass hierzulande alle Großveranstaltungen bis zum 31. August abgesagt werden müssen. Das heißt also, es finden bis dahin keine größeren Festivals, keine größeren Konzerte, keine öffentlichen Bundesliga-Fußballspiele statt. Doch was kann stattfinden? Ab wann ist eine Veranstaltung eine „Großveranstaltung“? Fällt Rammstein im Berliner Olympiastadion aus – aber der Auftritt des besten Freundes in der Kneipe von nebenan nicht?

Definition „Großveranstaltung“

Ein Genuss für Augen und Ohren: Das „Rock am Ring“-Festival 2019.

Wichtig festzuhalten ist: Die Größen werden im Rahmen der Corona-Pandemie noch festgelegt. Alle bisherigen Regeln beziehen sich auf die Zeit vor der Coronakrise.

Die verschiedenen Bundesländer haben zuvor schon Orientierungsrahmen festgesetzt. So schreibt etwa das Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, dass ein Event den Charakter einer Großveranstaltung trage, wenn mindestens 100.000 Besucher erwartet werden, mehr als 5.000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sind oder ein besonders erhöhtes Gefährdungspotenzial vorläge.

100.000 Besucher auf einem Gelände – das würden wohl die wenigsten Großveranstaltungen bewerkstelligen. Aber die Zahl von 5.000 gleichzeitigen Besuchern ist vieler Orten schnell erreicht.

Eine einheitliche Definition von „Großveranstaltung“ aber, das wird betont, liege nicht vor. Falls das geplante Ereignis eine Großveranstaltung ist, würden besondere Anforderungen an den Veranstalter gestellt werden. So seien bereits in der Planung mehr Partner einzubinden – und die Behörden verlangen, dass für einzelne relevante Abläufe Konzepte erstellt werden.

Update 18. April 2020:

Schleswig-Holstein hat eine Definition vorgelegt: Events ab 1000 Teilnehmern gelten nun als Großveranstaltung. 1000 ist auch die Richtzahl für Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Unklar dagegen ist die Lage u.a. in Hessen. Dort gibt ein Leitfaden vor, dass zu bisherigen Kriterien wie der Anzahl der Besucher auch Event-Merkmale wie die Größe der Veranstaltungsfläche oder die umliegende Infrastruktur zu berücksichtigen seien.

Gina Wetzler Getty Images


Corona: FKP Scorpio sagen ihren Festivalsommer offiziell ab

Der Konzertveranstalter FKP Scorpio hat seinen FKP Scorpio-Festivalsommer abgesagt. Grund ist das bundesweite, bis zum 31. August 2020 gültige Verbot von Großveranstaltungen (zur Definition einer Großveranstaltung geht es hier). Davon betroffen sind: Elbjazz Limestone Hurricane Southside Deichbrand Highfield M’era Luna Wie der Veranstalter in seiner Mitteilung betont, begrüße man die Entscheidung des Veranstaltungsverbots als „verständliche und wichtige Sicherheitsmaßnahme für die Bevölkerung“. Gesundheit sei das Allerwichtigste, auch wenn das FKP-Scorpio-Team natürlich enttäuscht sei, dass die Festivals nicht stattfinden könnten. Pressemitteilung FKP Scorpio: „Aufgrund des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31. August 2020 müssen auch die Festivals Elbjazz, Limestone, Hurricane, Southside, Deichbrand, Highfield…
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