Das „Unwort des Jahres“ 2016 steht fest


von

„Volksverräter“ ist zum Unwort des Jahres 2016 gekürt worden. Das gab die Sprecherin der „Unwort“-Jury, Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, am Dienstag in Darmstadt bekannt.

In der Begündung heißt es, „Volksverräter“ sei als Wort ein „Erbe von Diktaturen“, wie es unter anderem die Nationalsozialisten verwendeten.

Unwörter des Jahres

Seit 1991 wird das „Unwort des Jahres“ gekürt. Dabei gehe es um „sachlich unangemessene oder inhumane Formulierungen im öffentlichen Sprachgebrauch“, die in den Fokus gerückt werden „um damit zu alltäglicher sprachkritischer Reflexion aufzufordern.“

2014 wählte die Jury „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres, im vergangenen Jahr „Gutmensch“ –  beides Formulierungen, die nicht nur, aber häufig von Rechten benutzt werden.

Das Wort „Volksverräter“ wird am 10.01.2017 in Darmstadt (Hessen) anlässlich der Verkündung des „Unwort des Jahres“ mittels eines Beamers präsentiert.

Boris Roessler picture alliance / Boris Roessle

Meister der Selbstinszenierung: Die besten (Promo-)Fotos von Alfred Hitchcock

Ein Mann ohne Gesicht war Alfred Hitchcock wahrlich nicht. Neben Steven Spielberg und inzwischen vielleicht Quentin Tarantino (lesen Sie hier die Kritik zu seinem neuen Film „Once Upon A Time In Hollywood“) war er so bekannt wie keine andere Person auf dem Regie-Stuhl. In 39 von 52 seiner ins Kino gebrachten Filme absolvierte er einen mehr oder minder offensichtlichen Cameo-Auftritt. Sie wurden derart beliebt und vom Publikum energisch eingefordert, dass Hitchcock sie bei späteren Filmen immer weiter nach vorn verlegte, so dass sich die Zuschauer daran schneller vergnügen konnten. Hitch gab seinen Zuschauern, was sie verlangten. Und immer noch ein Stück…
Weiterlesen
Zur Startseite