David Bowie: Die 30 besten und wildesten Duette und Koops

David Bowies 30 stärkste Kooperationen: von Lou Reed über Queen bis Arcade Fire — Ikonen, Geheimtipps und kuriose Team-ups im Überblick.

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Empfehlungen der Redaktion

Trent Reznor, „I’m Afraid of Americans (V1)“ (1997)

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Nine Inch Nails waren 1995-96 die Vorgruppe von Bowie auf seiner Tournee zu seinem industriell geprägten Album „Outside“, und Nine-Inch-Nails-Frontmann Trent Reznor remixte später die Lead-Single des Albums, „The Heart’s Filthy Lesson“.

Für sein nächstes Album, „Earthling“ aus dem Jahr 1997, veröffentlichte Bowie Reznors knallharten Mix von „I’m Afraid of Americans” als Single. In dem Video spielt Reznor Jonny, einen amerikanischen Psychopathen, der einen erschöpften Bowie durch New York City verfolgt, bevor er ein Taxi mit Kugeln aus einer unsichtbaren automatischen Waffe zerstört.

Goldie, „Truth“ (1998)

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Am Ende des letzten Jahrtausends schien Drum’n’Bass die Avantgarde der elektronischen Musik zu sein. Ein Sound, der bereit war, verschiedene musikalische Stränge – Reggae, Hip-Hop, Soul – aufzunehmen und sie, zersplittert, in die Zukunft zu tragen.

Ist es da verwunderlich, dass David Bowie mit einem der spannendsten Vertreter dieses Genres, Goldie, zusammenarbeiten wollte? Überraschenderweise verzichtet dieser Track – aus Goldies zweitem Album „Saturnz Return“ von 1998 – jedoch auf alle Breakbeats zugunsten atmosphärischer Klänge, klimpernder Klaviere und Bowies tieferem Timbre aus seiner Spätphase.

Placebo, „Without You I’m Nothing“ (1999)

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Wenn es eine kommerziell erfolgreiche Gitarrenband gab, die dem geschlechtsübergreifenden, launischen Geist von David Bowies Glam-Rock-Stil nahe kam, dann war es Placebo. Daher musste dieser Titelsong aus dem zweiten Album der Band den ultimativen Traum verkörpern. Insbesondere für ihren stark geschminkten, unapologetisch toughen und hübschen Sänger Brian Molko.

Hier wird sein adenoidaler, liebeskranker Gesang durch Bowies beruhigenden Hintergrundgesang untermalt.

Rustic Overtones, „Sector Z” (2001)

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Rustic Overtones, eine siebenköpfige Band aus Portland, Maine, unterschrieb 1999 bei Arista Records und gewann den langjährigen David-Bowie-Produzenten Tony Visconti für ihr erstes Major-Label-Album. Eines Morgens kam der Saxophonist der Band, Jason Ward, in den Avatar Studios in New York an und sah jemanden neben Visconti sitzen.

Es war Bowie. „Ich war total sprachlos und voller Ehrfurcht“, sagt Ward. Bowie blieb eine Weile und gab der Band Feedback zu ihrer Musik und bot sogar an, mit ihnen aufzunehmen. Er spielte auf zwei unterschätzten Perlen mit, „Sector Z“, das die Band als augenzwinkernde Hommage an Ziggy Stardust beschreibt, und dem kraftvollen Album-Closer „Man Without a Mouth“.

„David war so freundlich und bodenständig“, sagt Rustic-Frontmann Dave Gutter. „Er sprach von seiner Zusammenarbeit mit uns in einem Atemzug mit Lennon und Queen. Er behandelte unsere Band wie Gleichgestellte. David war der beste Rockstar, den man sich vorstellen kann.“

Bowie blieb sogar mit Gutter in Kontakt. „Er schickte mir E-Mails mit ekelhaften Nacktfotos alter Frauen und scherzte, dass es sich um seine Familienmitglieder handele, die mich kennenlernen wollten. Ich habe mir Zigaretten von ihm schnorrt, während unserer Session in seine Kopfhörer gefurzt und wir haben uns kaputtgelacht.“

Massive Attack, „Nature Boy“ (2001)

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Die Trip-Hop-Pioniere Massive Attack zögerten zunächst, einen Beitrag zum Soundtrack von Baz Luhrmanns „Moulin Rouge“ aus dem Jahr 2001 zu leisten. Aber als sie hörten, dass sie mit einem begeisterten David Bowie zusammenarbeiten würden, waren sie überzeugt.

Nachdem sie bereits den Auftrag erhalten hatten, Nat King Coles Standard „Nature Boy” aus dem Jahr 1948 zu covern, verlieh Bowie dem Song eine beschwingte, nuancierte Interpretation vor dem stimmungsvollen und bedrohlichen Hintergrund von Massive Attack, der aus geloopten Streichersamples und Gitarrenriffs bestand.