Dank „Stranger Things“: David Bowie wird zum Gen-Z-Star
David Bowies „Heroes“ erlebt nach dem Finale von „Stranger Things“ einen enormen Streaming-Anstieg – ausgelöst durch Joe Keerys Idee.
David Bowies „Heroes“ geht Ihnen nach dem ikonischen Finale von „Stranger Things“ womöglich nicht mehr aus dem Kopf – und wird auch von Tausenden Menschen gestreamt. Laut neuen Luminate-Daten, die ROLLING STONE am Montag vorlagen, verzeichnete der Klassiker, der die Endcredits des Stranger Things-Finales vom 31. Dezember untermalte, einen Anstieg von fast 500 Prozent bei den Streamingdiensten.
Im Durchschnitt erzielte der Song aus dem Jahr 1977 in den vergangenen fünf Monaten täglich rund 94.000 digitale Streams. Nach Silvester jedoch – als der Song in der letzten Folge der Netflix-Serie eingesetzt wurde – kam er am 1. Januar auf rund 342.000 Streams, am 2. Januar auf 456.000 und am 3. Januar auf 470.000 Streams.
Das entspricht in den Tagen nach Veröffentlichung des Finales einem Anstieg um etwa das 3,6- bis 5-Fache gegenüber dem täglichen Durchschnitt.
Joe Keery brachte die Idee ins Spiel
In einem Montagsinterview mit dem Netflix-Portal „Tudum“ erklärten die Duffer Brothers, dass es Joe Keery war, der in der Serie Steve Harrington spielt und vorschlug, der Bowie-Song sei der perfekte Abschluss für die Endcredits der Serie. Zugleich war es eine nostalgische Anspielung auf das Peter-Gabriel-Cover des Songs, das in früheren Staffeln verwendet wurde.
„Es war tatsächlich Joe Keery, der vorgeschlagen hat, die Bowie-Version zu nehmen“, sagte Ross Duffer dem Portal. „Als Joe das sagte, wussten wir sofort, dass es der richtige Song für das Ende der Serie ist. Weil er in gewisser Weise eine Hymne für „Stranger Things“ ist. Die originale Bowie-Version zu nutzen, fühlte sich für den Abschluss einfach richtig an.“
Streaming-Schub auch für Djo
Apropos Keery. Auch das Künstlerprojekt des Schauspielers, Djo, verzeichnete nach dem Finale einen Streaming-Anstieg. Sein Song „End of Beginning“, der ursprünglich 2022 erschien, kletterte in dieser Woche auf Platz eins der globalen Spotify-Charts. Und verdrängte damit Taylor Swifts „The Fate of Ophelia“, das dort wochenlang an der Spitze gestanden hatte.
„Stranger Things“ trug während seiner gesamten Laufzeit maßgeblich dazu bei, die Kultur und Musik der Achtzigerjahre wiederzubeleben. Insbesondere durch seine Songauswahl. Im Finale waren außerdem zwei Prince-Songs zu hören, „When Doves Cry“ und „Purple Rain“. Kate Bushs „Running Up That Hill“ kehrte bereits 2022 in die Charts zurück, nachdem der Song in der vierten Staffel verwendet worden war.
Prince-Songs für den großen Moment
Die Duffer Brothers wussten, dass sie mehrere Songs für zentrale Momente der letzten Episode benötigen würden, nachdem feststand, dass ein Plattenspieler als Auslöser für die Bombe dienen sollte, die die Brücke zwischen der realen Welt und dem Upside Down zerstören würde. Ross Duffer sagte Tudum, sie hätten „nie so viel über eine Songauswahl gesprochen wie bei diesem Moment“. Er ergänzte: „Wir wussten, wir brauchen einen epischen Needle Drop. Und es wurden so viele Ideen in den Raum geworfen. Ich glaube, es gibt nichts wirklich Epischeres als Prince.“
Wenn es darum ging, diese beiden Stimmungen zu treffen, habe die zweite Seite von Purple Rain „perfekt zu uns gepasst“, so Ross.
Laut „Variety“ verzeichnete „Purple Rain“ seit der Ausstrahlung des Finales an Silvester einen Anstieg der Streams auf Spotify um 243 Prozent. Bei weltweiten Gen-Z-Hörern sogar um 577 Prozent.