David Harbour über Lily Allens „West End Girl“: „Das war nicht meine Erfahrung“

Im Interview spricht der Schauspieler erstmals über das Trennungsalbum seiner Ex-Frau und den angeblichen Konflikt mit „Stranger Things“-Kollegin Millie Bobby Brown.

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David Harbour und Lily Allen waren vier Jahre lang ein Paar, bevor ihre Ehe zerbrach. In dieser Zeit haben die beiden einiges übereinander gelernt – etwa Allens Hang zum schonungslos Autobiografischen in ihrer Musik. Ihr Album „West End Girl“, das den Zerfall ihrer Beziehung verarbeitet, hat Harbour deshalb nicht sonderlich überrascht. Dennoch stellt er in seiner ersten öffentlichen Reaktion auf das Album klar, dass es „nicht meiner Erfahrung entspricht“.

„Ich glaube, es ist das Privileg jeder Künstlerin, ihre Erlebnisse in Kunst zu verwandeln – und dafür respektiere ich sie“, sagte Harbour gegenüber „Variety“. „Mehr kann ich dazu wirklich nicht sagen, denn es ist mein Privatleben. Auch wenn viele mir kein Privatleben zugestehen – ich schätze es. Und ich schätze auch das Leben der Menschen, mit denen ich privat zu tun habe. Darüber werde ich nicht reden.“

Harbour fügte hinzu: „Geschichten sind komplex, und deshalb sage ich: Ich respektiere, dass sie Kunst geschaffen hat, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten.“ Auf „West End Girl“ schreibt Allen über einen Partner, der auf „Ruminating“ eine offene Beziehung vorschlägt, und der sie auf dem Titeltrack wegen ihres Schauspieltalents manipuliert. „Auf weiten Strecken zieht Allen in ‚West End Girl‘ eine schonungslose Bilanz der Wunden, die sie sich während des Scheiterns ihrer Ehe zugezogen hat“, schrieb ROLLING STONE in seiner Rezension des Albums. „Ein glücklicheres Ende könnte es kaum geben als eines, in dem sie sich langsam wieder daran erinnert, wer sie sein könnte.“

Konflikt am Set

Während Harbour seine Aussagen zu seinen privaten Erlebnissen mit Allen bewusst knapp hielt, nutzte er das Gespräch auch, um mit den Gerüchten über einen Konflikt am Set mit seiner „Stranger Things“-Kollegin Millie Bobby Brown aufzuräumen. Der „Daily Mail“ zufolge hatte Brown im vergangenen Jahr angeblich Beschwerde wegen Belästigung und Mobbing gegen Harbour bei den Produzenten der Serie eingereicht – noch vor den Dreharbeiten zur letzten Staffel.

„Das war eine Serie, die zehn Jahre lang lief. Wir haben zehn Jahre zusammengearbeitet, während ihrer prägenden Teenagerjahre, und dabei Vater und Tochter gespielt. Ich weiß nicht, ob die Leute Familien und Freunde haben, mit denen sie zehn Jahre lang viel Zeit verbringen – da gerät man gelegentlich aneinander, da gibt es Meinungsverschiedenheiten“, sagte Harbour. „In Familien ist das in Ordnung, weil man sich einfach streitet und danach wieder zusammenfindet. Das Problem bei einer Milliarden-Dollar-Show ist, dass Hunderte von Menschen mitmischen wollen.“

Harbour zufolge lösten er und Brown ihren Konflikt, „sobald wir alle aus dem Weg geräumt hatten und miteinander reden konnten“. Außerdem deutete der Schauspieler weitere gemeinsame Projekte mit seiner langjährigen Kollegin an. „Ihr werdet mehr von mir und Millie sehen – zehn Jahre waren nicht genug“, sagte er. „Da ist eine besondere Verbindung. Ich liebe sie. Sie liebt mich.“