David Lynch veröffentlicht (fast) unbekannten Kurzfilm „Fire“


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Vielleicht ist ein neuer Film von David Lynch genau das, was wir in diesen absurden Zeiten brauchen. Ganz neu ist sein Kurzfilm „Fire“ (Pozar) zwar nicht. Er stammt von 2015 und geht in der Entwicklung noch ein paar Jahre mehr zurück. Aber bisher war der von Lynch inszenierte und animierte Film im Netz noch nicht zu finden, er wurde eigentlich fast nur von Filmstudenten gesichtet. Nun wird er vom Regisseur am Mittwoch (21. Mai) auf YouTube eingestellt.

Auf Twitter teilte Lynch die frohe Botschaft mit seinen Anhängern. Zuletzt erfreute er ja viele mit einigen seiner ungewöhnlichen Wetteransagen. Seit vielen Jahren übermittelt der 74-Jährige auf seiner Website, ob Los Angeles vielleicht mal einen Tag keinen Sonnenschein zu erwarten hat. In Zeiten der Heimisolation natürlich ein Mehrwert.

Es geht – wie so oft bei David Lynch – vor allem auch um den Sound

In „Fire“ (Pozar) stammt der außergewöhnliche Soundtrack von Marek Zebrowski, mit dem Lynch zum ersten Mal bei seinem ersten Digitalwerk „Inland Empire“ zusammengearbeitet hatte (sein kongenialer Tontechniker Alan Spelt war bereits 1994 verstorben). Die Bilderwelt schließt fast umstandslos an das radikale Frühwerk des Surrealisten Lynch an.


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Dabei ging es dem Bild- und Ton-Exzentriker vor allem darum, dass sein Mitarbeiter völlig frei auf die von ihm angefertigten Szenen reagierte, wie Lynch in einem Interview mit der USC School of Music sagte. Für den Regisseur sei das Experiment „großartig gelungen“.

Zebrowski ergänzte in dem Gespräch: „Ich denke, es ist in gewisser Weise ein sehr melancholischer Film und auch sehr poetisch.“



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