Die 100 besten Hardrock- und Metal-Alben: die komplette Liste
Die 100 besten Hardrock- und Metal-Alben: Mit Scorpions, Black Sabbath und Iron Maiden.

90 Saxon: "Wheels Of Steel" (1980)
Fehlte dem Debüt noch Druck und Durchsetzungsvermögen, zeigt schon der Titel des zweiten Albums, was die Stunde geschlagen hat. Ausgerechnet der Namensgeber ist zwar nicht mehr als ein hart gespielter Boogie, aber bei „Motorcycle Man“, „Machine Gun“ und „Street Fighting Gang“ stimmt die Riff-Schlagzahl. Biffs silberne Spandex tat ein Übriges, und das noch junge Genre hatte wieder ein paar Helden.

89 Ozzy Osbourne: "Blizzard Of Ozz" (1980)
Fehlte dem Debüt noch Druck und Durchsetzungsvermögen, zeigt schon der Titel des zweiten Albums, was die Stunde geschlagen hat. Ausgerechnet der Namensgeber ist zwar nicht mehr als ein hart gespielter Boogie, aber bei „Motorcycle Man“, „Machine Gun“ und „Street Fighting Gang“ stimmt die Riff-Schlagzahl. Biffs silberne Spandex tat ein Übriges, und das noch junge Genre hatte wieder ein paar Helden.

88 Type O Negative: "Bloody Kisses" (1993)
Mit hünenhafter Statur, tiefem Timbre und schleppenden Suiten stilisierte sich Peter Steele zum Hexenmeister. „Jesus Christ looks like me“, predigt er zu Mönchschören und Kirchenorgel in „Christian Woman“ – und bricht nicht nur in „Black No.1“ die Finsternis mit einem „Addams Family“-Fingerschnippen selbstironisch auf. Gothic-Metal klang nie schwarzhumoriger und melodisch verführerischer.

87 Slipknot: "Slipknot" (1999)
Weiße Overalls, Horrormasken und hundsgemeine Bühnenaction, dazu eine Musik, die Rap, Thrash, Industrial und Hardcore vermischt, also Limp Bizkit für ganz Harte, und schon hatte Roadrunner seinen ersten Platin-Erfolg. Nu-Metal-Erfolgsproduzent Ross Robinson war die Integrationsfigur, die es dringend bedurfte, um die diffuse, heterogene Energie der vielköpfigen Truppe auf diesem Debüt zu bündeln.

86 Sepultura: "Arise" (1991)
Zwei Alben lang von der Spartenpresse als brasilianische Lachnummer verspottet, nahm sich Produzentenlegende Scott Burns der Band an. Bei „Beneath The Remains“ holte man Schwung, mit „Arise“ schufen die beiden Diplomaten-Söhnchen Cavallera 1991 einen Bestseller und Klassiker des Death/Thrash-Genres, der gern mit Slayers „Reign In Blood“ verglichen wird – und spieltechnisch sogar mehr zu bieten hat.

85 Metallica: "... And Justice For All" (1988)
Man hat damals gestritten über diese Platte, deren beklemmender, klirrender Tinnitus-Sound Widerspruch provozierte. Hetfield und Ulrich hatten auf „Master Of Puppets“ Thrash und Speed mit Heavyness und komplexen Strukturen verbunden und wandten das Errungene nun auf das ultraharte „Blackened“, die Power-Metal-Symphonie „… And Justice For All“ sowie das Antikriegs-Epos „One“ an.

84 Cinderella: "Long Cold Winter" (1988)
Das zweite Album der unterschätzten US-Band, die von Jon Bon Jovi entdeckt wurde, mit Glamrock trotz viel Haarspray eher wenig zu tun hatte und Anfang der 90er-Jahre leider in der Versenkung verschwand. Auf „Long Cold Winter“ mischen Cinderella meisterhaft Hardrock und Blues, und ihr Sänger Tom Keifer trägt seinen Namen sehr zu Recht. „Don’t Know What You Got (Till It’s Gone)“? Stimmt in diesem Fall.

83 Black Sabbath: "Vol. 4" (1972)
Dominierte auf dem Marihuana-schwangeren Vorgänger noch schleppende Langsamkeit, ist das vierte Album stärker von umtriebiger Experimentierfreude geprägt. „Snowblind“ sollte es ursprünglich heißen, so stetig schneite es seinerzeit im kalifornischen Studio. Neben gewohnter Riff-Stärke („Supernaut“) ziehen der progressivere Ansatz sowie die Piano-Ballade „Changes“ neue, spannende Saiten auf.

82 82. Thin Lizzy: "Thunder And Lightning" (1983)
Phil Lynotts homogenstes und einziges pures Metal-Album. John Sykes kam von den NWOBHM-Pionieren Tygers of Pan Tang und brachte viele Haare, Riffs („Cold Sweat“!) und funkensprühende Soli mit in die Band. Für Scott Gorham wieder eine echte Herausforderung. Und jetzt ließ sich die grandiose Live-Intensität der Band endlich auch im Studio abrufen.

81 Testament: "The Legacy" (1987)
Schon eine Weile vor ihrem Debüt hatten Testament unter dem Namen Legacy im Metal-Untergrund für Furore gesorgt – „The Legacy“ etablierte sie als einen der interessantesten Acts der second wave of thrash. Natürlich stehen Metallica Pate für die Hochgeschwindigkeits-Riffs, doch die Finesse, Komplexität und schiere Selbstsicherheit machten die Band zu einem wichtigen Vertreter der Bay-Area-Szene.

80 Tank: "Filth Hounds Of Hades" (1982)
Ein rappelndes Debüt, das die beiden Rabauken-Genres Punk und Metal zusammenführte. Sie wurden deshalb zu Recht oft mit Motörhead verglichen. Die gehörten zu ihren frühen Förderern, Fast Eddie Clarke hat auch produziert. Algy Wards knurriger Grölgesang besitzt hohen Wiedererkennungswert, die Songs überzeugen durch rüden Charme und griffige Melodien.