Die 50 besten Alben des Jahres 2018


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50. Element Of Crime: „Schafe, Monster und Mäuse“

Im 34. Bandjahr und mit dem 13. Studioalbum gelingt den Elements noch einmal ein großer Wurf: elegische, kluge, melancholische, gewitzte Lieder über Berlin und die Welt, opulent ausgestattet und von Sven Regener wieder mit Leidenschaft gesungen.

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49. Gruff Rhys: „Babelsberg“

Nicht Kommentar zu UFA-Potsdam oder Weimarer Republik, sondern Turmbau zu Babel, ­also Scheitern von Großmachtträumen. Der Waliser war für den EU-Verbleib, spielte mit Orchester Trauerstücke ein: „When the future isn’t broken, why fence the people in?“

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48. Dirty Projectors: „Lamp Lit Prose“

Nach dem Split mit Gitarristin Amber Coffman veröffentlicht David Longstreth tapfer klingenden Lo-Fi, singt: „Some said a light got shined where darkness dwelled, so I won’t cry or collapse, overwhelmed.“ Und ­alle Synthie-­Quietschgeräusche sind noch drin.

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47. Jonathan Wilson: „Rare Birds“

Von Verknappung hält der Pro­duzent, Songwriter und Freigeist aus L.A. nichts, bei ihm gibt es alles im Übermaß: Hippie-­Herz, Westcoast-­Träume, Country-Rock, Eighties-­Pop, Bombast und kleine Spielereien. Verschwenderische Visionen eines seltenen Vogels.

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46. Boz Scaggs: „Out Of The Blues“

Der Blues-Sänger singt noch einmal: den Blues. Boogie und Balladen, Bläser, Mundharmonika und Piano, die alte Garde der Session-Musiker und 500 Jahre R’n’B-Erfahrung: Es ist eine vollkommen runde Platte. Sogar mit einer Version von Neil Youngs „On The Beach“.

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45. Will Oldham: „Songs Of Love And Horror“

Eine Remedur: Will Oldham interpretiert Songs, die er in 25 Jahren als Palace Brothers, Palace und Bonnie „Prince“ Billy aufgenommen hat. Allen Zierrats entkleidet, sind es zierliche Folk-Lieder, die Oldham mit seiner zartesten Stimme zu Gitarrenspiel singt.

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44. Courtney Marie Andrews: „May Your Kindness Remain“

Mit dem Produzenten Mark Ho­ward, der schon an Alben von Emmylou Harris und Lucinda Williams gearbeitet hat, gelingt der Songschreiberin aus Phoenix/Arizona ein Reigen zupackender, pathosgetränkter Country-Rock-Balladen voll empathischer Beobachtungen.

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43. Sam Vance-Law: „Homotopia“

 

Wann ist ein Mann ein Mann? Der kanadische Wahlberliner begegnet Homophobie und deutschem Kategorisierungszwang mit Zynismus, aber auch mit Sophisti-Pop. „I’m a faggot“, singt er, er komme also nicht in dem Himmel. Und er lacht. Soll Gott ihn doch bestrafen!

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42. Martha Scanlan: „The River And The Light“

Berückende Folk-Songs von ungebrochener Reinheit: Martha Scanlan ist eine traditionsbeseelte Bewahrerin der Americana, sie singt ihre filigranen, schicksalsschwangeren ­Abschieds- und Trauerlieder mit unabweisbarer Ernsthaftigkeit und Konkretion.

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41. Gaz Coombes: „World’s Strongest Man“

Ein Ex-Britpop-Star veröffentlicht eines der USA-kritischsten Alben: „Oxygen Mask“ verzweifelt am KI-besessenen Konzern Google, in „Wounded Egos“ singt ein Chor derjenigen gegen Trump an, die unter seiner Politik am meisten zu leiden haben werden: Kinder.

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Plätze 40-31: