„Nothing Cheesy“? Diese Kandidaten wollen beim ESC 2017 für Deutschland antreten


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Jedes Jahr findet der Eurovision Song Contest statt, jedes Jahr ist er eigentlich echt langweilig, und vor allem: Jedes Jahr landet Deutschland auf einem der letzten Plätze – die Ausnahmen, bei denen wir in den vergangenen 35 Jahren den ersten Platz belegten, lassen sich an genau zwei Fingern abzählen.

Alles neu?

Doch dieses Mal soll alles anders werden: Der Teilnehmer oder die Teilnehmerin, der oder die für Deutschland ins Rennen geht, wird diesmal wieder durch eine Castingshow ausgewählt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, in denen die Auswahl dabei durch eine Jury getroffen wurde, soll nun allerdings das Publikum entscheiden, wen es im Mai in Kiew auf der Bühne sehen will.

Es gibt eine Jury – aber wofür?

Komplett wird die Entscheidung allerdings nicht den Zuschauern überlassen: Bereits vorab durften 33 Kandidaten vor einer Jury, bestehend aus Vertretern der ARD, des NDR, Raab-TV und „Musikexperten“, performen. Von ihnen erreichten fünf dann die nächste Stufe, heißt: Sie werden am 09. Februar bei „Unser Song 2017“ in Köln in vier Runden gegeneinander antreten. Dann wird auch die Jury eine bekanntere (wenn auch nicht unbedingt bessere) sein, sie besteht aus Sänger Tim Bendzko, Lena – die uns immerhin eine von zwei weniger peinlichen ESC-Teilnahmen beschert hat – und Schlagerbarde Florian Silbereisen.

Das Publikum entscheidet

Wer nun an der fachlichen Kompetenz der drei zweifelt, kann sich freuen, denn die ARD macht auf „DSDS“ und lässt nach jeder Runde die Zuschauer entscheiden, welche/r der fünf Sänger/innen weiterkommt. Wozu die Jury dann überhaupt da ist, wissen wir leider auch nicht – zu sagen hat sie jedenfalls nicht viel.  Und weil dem Eurovision Song Contest immer noch ein wahnsinnig staubiges Image anhaftet, geht man dieses Jahr mit der Zeit und streamt die Sendung zusätzlich live im Internet – falls sich zum Beispiel irgendwer im Ausland ansehen möchte, was Deutschland an Gesangskunst (nicht) zu bieten hat.

„Nothing Cheesy!“

Sowieso versuchen die Organisatoren seit Jahren, den ESC aus der Mottenkiste zu holen – geklappt hat das bisher eher mäßig gut. Mit der eigens angefertigten Komposition eines Teilnehmer-Songs will der NDR nun einmal mehr seine Netze nach jüngerem Publikum auswerfen; ob das klappt, bleibt fraglich. In der Mail, die bezüglich der Ausschreibung ebendieser Komposition versandt wurde, war „organischer, authentischer Pop mit englischen Texten“ gefordert, wahlweise auch „alternativer Mainstream, Singer-Songwriter-Pop oder ein zeitgemäßer Dance-Pop-Track.“ Definitiv wolle man „kein R’n’B oder Soul!“ und um Himmels willen „Nothing Cheesy“.

Das sind die Kandidaten:

Den ESC nicht-„cheesy“ zu gestalten, ist quasi unmöglich – aber eventuell schafft es der deutsche Wettbewerbsteilnehmer ja dieses Jahr, ein paar Herzen – und vor allem Punkte – für sich zu gewinnen. Und weil das alles so spannend ist, stellen wir die fünf Kandidaten auch noch kurz vor (aber wirklich nur ganz kurz).

Der Hamburger Axel Feige ist nicht nur der einzige männliche, sondern auch der älteste Teilnehmer und Sänger zwei verschiedener Bands, „Absolem Max“ und „Diazpora“; ansonsten ist Feige als Aushilfs-Förderlehrer tätig. Kandidatin Nummer zwei ist Yosefin Buohler, die aktuell in Stockholm lebt und bereits beim „Supertalent“ und der schwedischen Ausgabe von „DSDS“ teilnahm. Als Dritte geht Felicia Lu Kürbiss ins Rennen; die 22-Jährige war bereits Kandidatin bei RTLs „Rising Star“ (als es noch nicht wegen schlechter Quoten abgesetzt wurde) und arbeitet in einem Elektro-Fachhandel.

Zwei haben wir noch: Helene Nissen ist die Vierte im Bunde, im zarten Alter von 20 Jahren und geht noch beziehungweise wieder zur Schule; die junge Frau steht auf Blues und liebt Johnny Cash. Und schließlich ist da noch Isabella Levina Lueen, die aus Bonn kommt, eine klassische Gesangsausbildung absolviert hat und inzwischen Musik-Management in Berlin studiert.

Falls Sie mutig sind, machen Sie sich am kommenden Donnerstag selbst ein Bild der Kandidaten.

 


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