Donna Jean Godchaux, Sängerin der Grateful Dead, mit 78 Jahren gestorben
Grateful-Dead-Sängerin Donna Jean Godchaux stirbt mit 78 Jahren nach langem Krebsleiden. Sie prägte den Sound der Siebziger.
Donna Jean Godchaux-MacKay, die in den Siebzigern mit den Grateful Dead sang, als Backgroundsängerin an mehreren Klassikern der Sechziger mitwirkte und ihre eigenen Bands leitete, ist im Alter von 78 Jahren gestorben.
Karriere bei den Grateful Dead
Godchaux starb am Sonntag, dem 2. November, in einer Hospizeinrichtung in Nashville nach einem „langen Kampf gegen den Krebs“, wie in einer Erklärung mitgeteilt wurde, die ROLLING STONE vorliegt. „Sie war ein süßer und warmherziger Geist, und alle, die sie kannten, sind vereint in Trauer. Die Familie bittet in dieser Zeit des Abschieds um Privatsphäre“, heißt es weiter. „In den Worten des Dead-Texters Robert Hunter: ‚Mögen die vier Winde sie sicher nach Hause tragen.‘“
Godchaux trat 1971 gemeinsam mit ihrem Ehemann Keith, dem Keyboarder, den Grateful Dead bei. Ihre Stimme war ein zentrales Element in der prägenden Phase der Band während der Siebziger und ist auf Alben wie „Europe ’72“, „Wake of the Flood“ und „Terrapin Station“ zu hören – ebenso wie auf unzähligen legendären Live-Aufnahmen, darunter das berühmte Cornell-’77-Konzert und die Shows der Dead im September 1978 an den Pyramiden von Gizeh in Ägypten.
Vor ihrer Zeit bei den Dead arbeitete Godchaux als gefragte Studiosängerin in Muscle Shoals, Alabama. Sie war an Hits wie Percy Sledges „When a Man Loves a Woman“ und Elvis Presleys „Suspicious Minds“ beteiligt und sang außerdem auf Songs von Duane Allman, Cher, Neil Diamond und Boz Scaggs.
Eigene Projekte und spätere Jahre
Gemeinsam mit Keith veröffentlichte Donna Godchaux mehrere Alben – sowohl unter ihren eigenen Namen als auch als Heart of Gold Band. Später leitete sie ihre eigene Gruppe, die abwechselnd Donna Jean and the Tricksters und Donna Jean Godchaux Band hieß. Ihr letztes Studioalbum, eine Zusammenarbeit mit dem Musiker Jeff Mattson, erschien 2014.