Duran Duran live in Stuttgart 2026: Tickets, Termin, Vorverkauf

Duran Duran kommen im Juni 2026 nach Stuttgart. Alle Infos zu Termin, Tickets und Vorverkauf hier.

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Duran Duran kehren im Sommer 2026 nach Deutschland zurück: Am 26. Juni spielen Simon LeBon, Nick Rhodes und die zwei Taylor-Boys in der Schleyer-Halle in Stuttgart. Der exklusive Vorverkauf beginnt am 19. März 2026 über Lars Berndt EVENTS und Eventim.

Duran Duran live in Stuttgart 2026: Tickets, Termin, Vorverkauf

  • Termin: 26. Juni 2026
  • Ort: Stuttgart, Schleyer-Halle
  • Tickets: ab 80 €
  • Online: www.lb-events.de

Telefon: 0234-9471940. Sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Nick Rhodes in Interview:

Arbeiten Sie beim Sounddesign lieber von Grund auf oder auf Basis vorhandener Klänge?

Ganz ehrlich: Am schnellsten geht es, wenn man mit einem Sound beginnt, der in etwa in die Richtung geht, die man sucht. Wenn Sie ein Bild malen wollen und sagen: „Ich brauche Blau“, dann fangen Sie auch mit einem Blauton an und mischen ihn dann weiter, bis er den gewünschten Ton trifft.

Beim Sounddesign ist es genauso. Wenn ich eine Glocke will, fange ich mit einem Glocken-Sound an und denke: „Okay, ich will, dass sie auch noch ein bisschen wie ein perkussives Instrument klingt“, und dann füge ich vielleicht ein weicheres Top-End hinzu. So modelliert man den Klang buchstäblich.

ROLLING STONE: Ich würde zu Beginn gerne über Arbeit als Produzent und Instrumentalist, besonders in Bezug auf Synthesizer sprechen – sie haben sich ja viel via „learning by doing“ raufgeschafft.

Nick Rhodes: Ich hatte nie eine formale Ausbildung als Musiker oder Produzent. Aber ich höre gern zu und lerne. Wir hatten in der Anfangszeit großes Glück, mit fantastischen Leuten zusammenzuarbeiten. Für unsere ersten beiden Alben hatten wir einen Produzenten namens Colin Thurston. Colin war ein großartiger Tontechniker – er hatte mit Iggy Pop und David Bowie gearbeitet, also mit echten Superstars. Aber er hatte auch an der ersten Platte der Human League mitgewirkt. Er kannte sich sowohl mit klassischen Gitarren und Live-Instrumenten als auch mit Synthesizern aus und wusste, wie man mit Gesang umgeht. Und er hatte keine Angst davor, Dinge lauter zu drehen als man sollte oder mit Klängen zu experimentieren.

Meine eigentliche Einführung in die professionelle Musikproduktion kam also über Colin – und über einen weiteren Produzenten, Bob Lamb, ein Musiker aus Birmingham. Er hatte ein Studio ganz in unserer Nähe. Dort nahmen wir unsere Demos auf, sehr sorgfältig. Bob war früher Schlagzeuger gewesen und hatte dann angefangen zu produzieren. Er hatte viel mit UB40 gearbeitet.

Ich habe ihm bei allem genau zugesehen, ihn ständig ausgefragt. Und ganz ehrlich: Wenn man einmal verstanden hat, wie das funktioniert, kann man sich sein eigenes musikalisches Universum aufbauen – genauso beim Songwriting.
Als wir als Band zusammenkamen, haben wir einfach gemeinsam in einem Raum gespielt und gelernt, wie man einen Song schreibt. Es gibt da kein richtiges Lehrbuch – wobei man so etwas heute wahrscheinlich bei ChatGPT findet (lacht). Aber ich würde es niemandem empfehlen. Es geht um persönliche Erfahrung.

Wie sind Sie beim Klänge konstruieren vorgegangen? Wie fanden Sie heraus, was für Sie möglich ist?

Es gab viele großartige Synthesizer-Leute vor mir – nicht zuletzt den großartigen Giorgio Moroder und Brian Eno, den ich für den experimentellsten der modernen Musiker halte. Ich habe meinen ersten Synthesizer bekommen und einfach ausprobiert, wie alles funktioniert. Ich habe durch Spielen gelernt – ich bin kein Fan von Bedienungsanleitungen. Es war ein sehr organischer Prozess.

Deshalb bevorzuge ich auch heute noch analoge Synthesizer. Ich mag es, an einem Knopf zu drehen und den Effekt sofort zu hören – anders als bei digitalen Synths, wo man sich durch Menüs klicken muss. Es ist direkter. Ein analoger Synth ist fast wie eine Gitarre – ein eigenes Biest, das man auf verschiedene Arten spielen und kontrollieren kann. Und sie klingen je nach Baujahr und verwendeten Chips alle ein bisschen anders.

Ich finde, beim Sound ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Es ist wie beim Kleidungskauf – manche gehen zu Giorgio Armani, andere zu Gap. Es geht darum, wie man sich präsentieren will. Ich war immer auf der Suche nach einzigartigen Sounds. Ich habe lieber eigene Sounds kreiert als Werkspresets zu nutzen. Denn gerade heute klingt man sonst schnell wie jemand anders. Es gibt bestimmte Drum-Sounds oder Streicher-Sounds, die einfach überall auftauchen. Bei Synthesizern ist es aber möglich, etwas ganz Eigenes zu schaffen.