Frauenhasser-Influencer Andrew Tate nach Streit mit Greta Thunberg verhaftet


von

Der umstrittene Influencer Andrew Tate wurde am Donnerstag in Rumänien vorübergehend verhaftet. Die Polizei wirft ihm und seinem Bruder Tristan Menschenhandel und mehrfache Vergewaltigung vor.

Zuvor legte sich Tate auf Twitter mit Greta Thunberg an. In einem Post forderte er sie auf, ihre E-Mail-Adresse preiszugeben, damit er ihr eine Auflistung seiner Autos und deren Emissionen schicken könne. Die Klimaaktivistin konterte, er könne sich bei ihr unter „smalldickenergy@getalife.com“ melden.

Die erfundene Mailadresse lässt sich mit „Mini-Penis-Energie“ bei der Domain „Hast du nichts anderes zu tun“ übersetzen. Der Ex-Kickboxer antwortete darauf mit einem Video, indem er sich Zigarre rauchend in einem Bademantel präsentiert und weiter gegen Thunberg schoss.

Video an Greta Thunberg sorgte für Zugriff

Im Video werden ihm außerdem Pizzakartons der rumänischen Restaurantkette „Jerry’s Pizza“ überreicht. In der Nacht auf Donnerstag stürmten Spezialkräften das Haus, in dem sich Tate und sein Bruder aufhielten. Die beiden Männer und zwei weitere Personen wurden festgenommen. Im Internet verbreitete sich nach dem Zugriff, Tate habe sich über die Pizzen verraten und sei erst durch das Video an Thunberg gefunden worden. Die Ermittlungen sollen jedoch schon seit April laufen.

Bei dem Einsatz seien sechs Frauen in Tates Haus vorgefunden worden, die dort mutmaßlich festgehalten wurden. Der Influencer habe sie gezwungen, sexuelle Inhalte für Porno-Webseiten zu drehen.

Tate ist wegen seiner frauenfeindlichen Beiträge auf sozialen Netzwerken umstritten. Dort zeigte er sich beispielsweise mit seinen Luxusautos und teurem Schmuck, leugnete die Existenz von Depressionen und gab Frauen eine Mitschuld an Vergewaltigungen.