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„Game Of Thrones“: George R.R. Martin verrät, welche Szene er nie mochte


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Mit seinem Fantasy-Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ (im Original: „A Song of Ice and Fire“) wurde George R.R. Martin zum international gefeierten Bestseller-Autor. Die Bücher bilden die Grundlage der nicht minder erfolgreichen Serie „Game Of Thrones“, an deren Anfängen der Schriftsteller ebenfalls noch selbst mitwirkte.

In dem bald erscheinenden Buch „Fire Cannot Kill a Dragon“ zitiert der Autor James Hibberd einige Aussagen Martins, der auf seine Erfolgsgeschichte zurückblickt und Bilanz zieht. In diesem Zusammenhang lobt der Roman-Autor zwar viele Elemente der epischen Adaptation, gelegentlich ist er aber auch kritisch. So erzählt er unter anderem, welche Szene ihm in der HBO-Serie am wenigsten zusagte. Und die Antwort dürfte viele überraschen.

6 Millionen Dollar reichten nicht, um den König angemessen jagen zu lassen

Tatsächlich entfachte die Serie die ein oder andere Kontroverse. Viele Zuschauer kritisierten die ausgedehnten Folterszenen, Vergewaltigungsdarstellungen und oder auch die langatmigen Schlachtsequenzen. Der Schriftsteller legt den Finger jedoch auf eine ganz anderen wunden Punkt.

Martin verrät, dass seine ungeliebte Szene in der ersten Staffel der Serie entstand, als die Produktion mit einem vergleichsweise „knappen“ Budget kämpfte. Zwar waren die 6 Millionen US-Dollar, die pro Episode zur Verfügung standen, im Jahr 2011 nicht gerade mickrig. Anscheinend reichte das Geld aber trotzdem nicht aus, einige fantastische Elemente aus den Büchern nach Martins Vorstellung zu inszenieren.

So kam es zu dem kleinen „Skandal“, dass König Robert leider nicht angemessen zur Jagd gehen konnte. Denn das ist es, was Martin am meisten stört. „Wo wir in Bezug auf das Budget wirklich scheiterten, war die von mir am wenigsten gemochten Szene in der gesamten Show, in allen acht Staffeln: König Robert Baratheon geht auf die Jagd“, eröffnet der Schriftsteller. Er ruft die Szene wieder ins Bewusstsein: „Vier Jungs laufen zu Fuß mit Speeren durch die Wälder, und Robert macht Renly die Hölle heiß.“ Ursprünglich hatte Martin jedoch ein ganz anderes Szenario im Kopf. „In den Büchern geht Robert auf die Jagd und wir erfahren, dass er von einem Wildschwein aufgespießt wurde. Sie bringen ihn zurück und er stirbt.“

Der König muss zu Fuß durch den Wald stapfen

Eine richtige Jagdszene konnte in der Serie allerdings nicht realisiert werden. Denn die hätte ganz anders aussehen müssen, wie Martin betonte: „Ich wusste, wie eine königliche Jagdgesellschaft aussieht. Es wären hundert Leute gewesen. Es hätte Pavillons gegeben, es hätte Jäger gegeben, es hätte Hunde gegeben. Hörner hätten geblasen werden müssen – so geht ein König auf die Jagd!“

Das wäre mit Sicherheit ein weitaus eindrucksvolleres Szenarium gewesen – und weitaus majestätischer. Wäre da doch nur mehr Geld gewesen…

„Er wäre nicht einfach mit drei seiner Freunde mit Speeren in der Hand durch den Wald gelaufen, in der Hoffnung, einem Wildschwein zu begegnen, bedauerte Martin. „Aber zu diesem Zeitpunkt konnten wir uns weder Pferde noch Hunde noch Pavillons leisten.“

Es ist gut vorstellbar, dass der Fantasy-Autor sich an dieser Darstellung weitaus mehr stört als die Zuschauer. Viele hätten wahrscheinlich nicht ausgerechnet diese Sequenz zur schlechtesten Szene der gesamten Serie gekürt. Angesichts der Liebe des Schriftstellers zur mittelalterlichen Geschichte und deren angemessener Abbildung ist seine Wahl aber durchaus nachvollziehbar.

Zum Anschauen und Urteilen: Um diese Szene geht’s


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