Helene Fischer: Amis bewundern sie – und rätseln über ihre Musik: „Mainstream-Country“


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Helene Fischer bleibt Universal Music treu. Vor Erscheinen ihres neuen Albums „Rausch“ am 14. Oktober, verkündete Label-Chef Frank Briegemann die weitere Zusammenarbeit in einer digitalen Botschaft. Als ehemalige EMI-Künstlerin gelangte Fischer bereits 2013 nach der Übernahme von EMI zu Universal. Gemeinsam konnte man sagenhafte 16,3 Millionen Alben verkaufen.

Nun ist das Bündnis für die Zukunft festgezurrt. Genaue Zahlen wurden nicht bekannt. In einer Stellungnahme sagte Fischer: „Eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit besteht für mich aus gegenseitigem Vertrauen, Professionalität, Respekt, Beständigkeit und der extra Meile, die man bereit ist, miteinander zu gehen.“

Das  US-Branchenblatt „Billboard“ nahm diesen Deal zum Anlass für ein Erklärstück, wer nun diese „erfolgreichste Künstlerin ist, von der die meisten Amerikaner noch nie gehört haben.“ Autor Robert Levine würdigt Fischers enorme Verkaufszahlen, obwohl der deutschsprachige Markt aus amerikanischer Sicht strukturell ja limitiert sei. „Halten wir uns vor Augen, dass Deutschland 83 Millionen Einwohner hat, damit etwa ein Viertel der USA“.

„amtierende Königin des Genres“

Die Musik erklärt er wie eine Pop-Ethnologe als „Form des europäischen Mainstream-Pop, die in Mitteleuropa beliebt ist“. Auf ihn wirken die sentimentalen Texte gepaart mit einer breiten Anziehungskraft wie „Mainstream-Country-Musik, wenn auch mit ganz anderer Instrumentierung“. Er bezeichnet Fischer als „amtierende Königin des Genres“, die ihre Anziehungskraft erweitert hätte, indem sie ihrer Musik einen „aktuelleren Klang“ gegeben hat.

Verschiedene internationale Beobachter hätten Fischers Pop-Makeover eines älteren Genres (= Schlager) mit Taylor Swift verglichen. „Fischer ist jedoch glitzernder: Ihre jüngste Tour wurde von einer Abteilung des Cirque du Soleil gestaltet.“ Wie das live aussieht, wird das hiesige Publikum 2022 erleben – bei Fischers einzigem Deutschland-Konzert des Jahres.