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„I Love Rock ’n‘ Roll“-Songwriter Alan Merrill nach Corona-Infektion gestorben

Alan Merrill ist tot. Der Musiker und Sänger verstarb im Alter von 69 Jahren. Die Todesursache ist eine Infektion mit dem Coronavirus, wie seine Tochter Laura Merrill am Sonntag (29. März) in einem Facebook-Posting erklärte.

Tochter beschreibt dramatische letzte Stunden

„Ich versuche zu schlafen, aber das kann ich nicht. […] Das Coronavirus hat heute Morgen meinen Vater genommen. Mir wurden zwei Minuten gegeben, um mich zu verabschieden, bevor ich rausgehetzt wurde. Er schien friedvoll zu sein, und als ich ihn verlassen habe, gab es noch Hoffnung, dass er nicht zur Meldung im CNN/Fox-Newsscreens werden würde“, schreibt Laura Merrill. „Wenn wir irgendwas davon für uns mitnehmen können, dann bitte ich euch, das ernst zu nehmen. Geld spielt keine Rolle. Leute sterben“, schreibt sie weiter – und appelliert an die Fans ihres Vaters, in Zeiten der Pandemie zuhause zu bleiben.

Merrills bewegte Karriere zwischen New York, London und Tokio

In die Rockgeschichte ging Merrill als Sänger und Songschreiber des Arrows-Stücks „I Love Rock ’n‘ Roll“ ein, das später durch eine Coverversion von Joan Jett & The Blackhearts weltbekannt wurde. Merrill, der am 19. Februar 1951 als Allan Preston Sachs geboren wurde, begann seine Karriere im legendären Café Wha? im New Yorker Stadtteil Greenwich Village. In den späten Sechziger-Jahren zog es Merrill nach Japan, wo er zunächst mit der Band The Lead, später auch als Solokünstler sowie mit dem Projekt Vodka Collins Bekanntheit erlangte. Er änderte seinen Namen in Alan Merrill – dieser Nachname sollte für das japanische Publikum leichter auszusprechen sein.

In den 1970er-Jahren lebte der Multiinstrumentalist in London. Dort gründete er 1974 die Band Arrows, mit der er im Folgejahr das heute legendäre, damals aber wenig beachtete Stück „I Love Rock ’n’Roll“ veröffentlichte. Merrill hatte das Stück mit seinem Bandkollegen Jake Hooker verfasst. In den 1980ern lebte und arbeitete Merrill wieder in seiner Heimatstadt New York und nahm etliche Soloalben auf  – teils mit prominenter Unterstützung: Auf seinem selbstbetitelten Soloalbum waren unter anderem der ehemalige Rolling-Stones-Gitarrist Mick Taylor sowie Steve Winwood zu hören. Merrill war bis zuletzt musikalisch aktiv.



Corona: New Jerseys Einwohner halten „einen Springsteen“ Abstand

In seiner Heimat New Jersey ist man zweifellos stolz auf Bruce Springsteen. So stolz, dass der Sänger dort nun buchstäblich zum Symbol der Sozialen Distanzierung während der Coronakrise geworden ist. Denn der Maßstab des einzuhaltenden Mindestabstand wird in New Jersey nämlich nicht länger mit „ein bis zwei Metern“ sondern „einem Springsteen“ gemessen. Mit über 50.000 bestätigten COVID-19-Fällen, gilt der Bundesstaat New Jersey als einer der am schlimmsten Betroffenen in den USA. Entsprechende Maßnahmen zu setzten und die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen, oder zumindest zu verlangsamen, gilt dort nun als oberste Priorität. Um den Einwohnern die Einhaltung von Schutzmaßnahmen etwas…
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