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Avantgarde-Komponist Krzysztof Penderecki ist tot

Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist tot. Wie verschiedene Medien mit Verweis auf die Agentur PAP melden, verstarb Penderecki im Alter von 86 Jahren in Krakau.

Bekannter Vertreter der Avantgarde

Penderecki zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Komponisten der Avantgarde und widmete sich in seinem Werk unter anderem der postseriellen Musik.

Im Laufe seiner Karriere wuchs Pendereckis Popularität auch außerhalb der Klassikwelt. Dem Komponisten wurde – für einen Avantgardisten nicht unbedingt typisch – eine breite Öffentlichkeit zuteil. Große Bekanntheit erlangte er durch die Aufführung seiner Lukas-Passion 1966 im Dom von Münster.

Professur in Krakau

Penderecki wurde am 23. November 1933 im polnischen Dębica geboren. Bereits als Kind nahm er Violinen- und Klavierunterricht. Später studierte Penderecki Komposition an der Krakauer Musikakademie, zeitgleich widmete er sich einem Studium der Kunst- und Literaturgeschichte. 1958 wurde er Professor an der Musikakademie in Krakau.

Musik wurde oft für Filme genutzt

Pendereckis Musik wurde immer wieder für Filme genutzt. So tauchte sein Werk in Horror-Meilensteinen wie „Der Exorzist“ oder „Shining“ sowie in David Lynchs „Inland Empire“ oder Martin Scorseses „Shutter Island“ auf. Zu seinen bekanntesten Werken zählt „Threnos (Threnodie) – Den Opfern von Hiroshima, für 52 Saiteninstrumente“ – eine Erinnerung an die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima im Jahr 1945. Das Stück fand auch Verwendung in David Lynchs dritter „Twin Peaks“-Staffel von 2017, in der die Atombombe als Ursprung auch des übersinnlich Bösen dargestellt wird.

Vierfacher Grammy-Gewinner

Mehrfach wurde Penderecki im Laufe seiner Karriere mit Grammy Awards ausgezeichnet: 1968 gewann er den Grammy Trustees Awards, 1988 die Trophäe für die „Beste zeitgenössische klassische Komposition“ für sein Cello Concerto No.2. 1998 wurde er gleich zweimal mit einem Grammy beschenkt, zuletzt gewann er 2017 in der Kategorie „Beste Chordarbietung“ für das Werk „Penderecki Conducts Penderecki, Volume 1“.


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