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Janet Jackson: „Die Missbrauchs-Vorwürfe gegen Michael werden seinem Vermächtnis nichts anhaben“

In einem Interview mit der „Sunday Times“ gab Janet Jackson erneut ihre Einschätzung zu den Auswirkungen der Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Bruder Michael Jackson ab. Noch zu Lebzeiten war der „King of Pop“ mehrfach beschuldigt worden, sich an Kindern vergangen zu haben und stand aus diesem Grund 2005 erstmals vor Gericht. Erste Gerüchte hatte es allerdings schon zu Beginn der Neunziger gegeben.

Nachdem die Vorwürfe gegen den Musiker in den letzten Jahren in den Hintergrund gerückt waren, löste die Anfang des Jahres erschienene Dokumentation „Leaving Neverland“ weltweit hitzige Debatten aus.

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Der von HBO produzierte Film arbeitet die Geschichte der vermeintlichen Opfer Wade Robson und James Safechuck auf, die in intensiven Gesprächen beschreiben, wie sich ihre enge Freundschaft mit Michael Jackson zu einem verhängnisvollen Abhängigkeitsverhältnis entwickelte.

Mehrere Radiosender hatten als Reaktion darauf Jacksons Musik aus ihrem Programm genommen. Die Jackson-Familie ist sich aber nach wie vor über die Unschuld des in Ungnade gefallenen Sängers sicher und beteuerte dies in zahlreichen Interviews und Stellungnahmen.

Michael Jackson

In einem Interview mit der „Sunday Times“ erklärte Jacksons Schwester Janet nun erneut, dass das Vermächtnis ihres Bruders nicht unter den schockierenden Vorwürfen leiden würde: „Es wird weitergehen. Ich finde es toll zu sehen, wenn Kinder Michael nachahmen und Erwachsene weiterhin seine Musik hören.“

„Meine Familie hat in dieser Welt großen Einfluss“

„Ich möchte nicht eingebildet klingen“, so die Sängerin im Interview. „Aber ich spreche einfach nur die Fakten aus. Dies ist alles Gottes Handeln und dafür bin ich sehr dankbar.“ Die 53-Jährige sieht keine Gefahr für das Vermächtnis Jacksons und seiner Familie durch die heftigen Anschuldigungen. Direkte Aussagen über die Vorwürfe gegen ihren Bruder hatte sie bisher vermieden.

HBO war kürzlich von Jacksons Familie angeklagt worden, da sie den Machern und Zeugen vorwarfen, sich an der Dokumentation finanziell bereichern zu wollen. Die erste Runde des Verfahrens gewann HBO allerdings. Der Rechtsstreit wurde noch nicht beigelegt und bleibt bislang noch offen.

Phil Walter Getty Images

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