Jon Stewart erklärt Timothée Chalamet nach Oscars-Niederlage für besiegt

The-Daily-Show-Host Jon Stewart zog nach Chalamets Oscars-Niederlage Bilanz – und kürte Oper und Ballett zum klaren Sieger.

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In den vergangenen Wochen tobte ein Streit zwischen Schauspieler Timothée Chalamet und der Welt von Oper und Ballett – ausgelöst durch abfällige Bemerkungen, die er bei einer Townhall-Veranstaltung in Austin über diese Kunstformen gemacht hatte. Nun scheint das Kapitel abgeschlossen.

Am Montag, einen Tag nachdem Chalamet den Oscar für den Besten Hauptdarsteller an „Sinners“-Star Michael B. Jordan verloren hatte, meldete sich Jon Stewart in seinem „Daily Show“-Monolog zu Wort. „Wie ihr alle wisst, tobt seit zwei Wochen ein schrecklicher Krieg“, sagte Stewart und tat so, als spräche er über den Iran-Konflikt. „Aber seit gestern Nacht ist klar: Oper und Ballett haben Timothée Chalamet besiegt. Keine Diskussion! K.o.! Und das, bevor sie noch Prima-Ballerina Misty Copeland mitten in der Sinners-Performance auf die Bühne gebracht haben.“

„Direkt vor seiner Nase! Boom!“, legte Stewart nach und scherzte: „Ich kann es kaum erwarten, mein ukrainisches Flaggen-Profilbild bei Facebook gegen das Programmheft von ‚Die Fledermaus‘ auszutauschen.“

Chalamets unglückliche Aussagen

Im Februar nahmen Chalamet und Matthew McConaughey an einer von „Variety“ und CNN produzierten Townhall-Veranstaltung in Austin, Texas, teil. Im Gespräch über die schwindende Aufmerksamkeitsspanne ihres Publikums sagte Chalamet: „Ich will nicht beim Ballett oder in der Oper arbeiten. Bei Dingen, wo es heißt: ‚Hey, haltet das am Leben, auch wenn sich niemand mehr dafür interessiert.’“

Der Schauspieler merkte schnell, was er da angerichtet hatte, und ergänzte: „Aller Respekt vor den Ballett- und Opernleuten da draußen. Verdammt, ich hab da einfach so draufgehauen, ohne jeden Grund.“ Leider holten ihn diese Aussagen kurz vor den Oscars ein – und zahlreiche der weltweit führenden Opern- und Ballettcompanies gingen öffentlich auf Chalamet los.

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Ballettlegende Misty Copeland, die Teil von Chalamets Pressetour für „Marty Supreme“ gewesen war, gehörte zu den Künstlerinnen, die sich gegen seine Worte aussprachen. „Er wäre kein Schauspieler und hätte nicht die Möglichkeiten, die er als Filmstar hat, wenn es Oper und Ballett nicht gäbe“, sagte sie bei einer Veranstaltung in New York.

Copelands Auftritt bei den Oscars

Am Sonntagabend gehörte Copeland zu den Performerinnen bei der Oscarverleihung, die die „Pierce the Veil“-Szene aus dem 16-fach nominierten „Sinners“ nachstellten – in einer mitreißenden Darbietung von „I Lied to You“ unter der Leitung von Miles Caton und Raphael Saadiq.

„Es war mir eine Ehre, Teil der diesjährigen Oscars-Performance von ‚I Lied to You‘ aus Sinners zu sein. Die Bühne mit so unglaublichen Künstlerinnen und Künstlern zu teilen war eine kraftvolle Erinnerung daran, wie tief Musik und Bewegung miteinander verbunden sind“, schrieb Copeland am Tag danach in den sozialen Medien. „Ich bin dankbar, Teil eines Moments gewesen zu sein, der den Geist dieses Films und die Tiefe des schwarzen musikalischen Geschichtenerzählens feiert.“

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil