Kevin Spacey streitet vor Gericht die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs ab


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Kevin Spacey wurde bereits im Herbst 2017 wegen sexueller Übergriffe und Belästigungen angezeigt. Es folgten weitere Beschuldigungen – nun steht der 62-Jährige in London vor Gericht.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft basiert auf fünf Fällen von drei Männern während Spaceys Tätigkeit als künstlerischer Direktor am Londoner Theater The Old Vic. Die Taten sollen zwischen 2005 und 2013 in London und in der westenglischen Grafschaft Gloucestershire begangen worden sein. In einem der fünf Fälle lautet die Anklage konkret: „Penetrierende sexuelle Aktivität ohne Zustimmung“.

Die britische Staatsanwaltschaft klagte Spacey schon im Mai an. Gültig wurde die Anklage allerdings erst nach seiner Ankunft im Vereinigten Königreich. Die erste Anhörung fand bereits im Juni statt.

Spacey sei nach London zurückgekehrt, um seine Unschuld zu beweisen. Der zweifache Oscar-Preisträger wurde schließlich in London verhört, streitet jedoch alle Vorwürfe ab – Spacey wird vorerst keine Strafe zuteil. Die nächste Anhörung soll Anfang 2023 stattfinden.

Spacey wurde bereits im Herbst 2017 auffällig, als sich seine angeblichen Opfer im Zuge der #MeToo-Debatte zu den Taten äußerten. Unter anderem sollen Crew-Mitglieder der Netflix-Serie „House of Cards“ von sexuellen Übergriffen berichtet haben. Im Zuge dessen verlor Spacey seine Rolle. Außerdem musste er der Produktionsfirma MRC eine Entschädigungssumme in Höhe von rund 27,6 Millionen Euro zahlen. Daraufhin zog sich Kevin Spacey aus der Öffentlichkeit zurück.