Kid Cudi schmeißt Trump-Fan M.I.A. nach „beleidigenden Aussagen“ von der Tour

„Ich wurde mit Nachrichten von Fans überflutet, die von ihren Tiraden aufgebracht waren. Das enttäuscht mich zutiefst“, sagt Cudi.

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Kid Cudi hat M.I.A. von seiner Rebel-Ragers-Tour geworfen, nachdem sie bei einem Auftritt als Vorband „beleidigende Aussagen“ gemacht hatte.

Bei einem Tourauftritt am 2. Mai im Dos Equis Pavilion in Dallas sagte M.I.A. zum Publikum: „Ich wurde aus vielen Gründen gecancelt. Ich hätte nie gedacht, dass ich gecancelt werde, weil ich eine braune Republikanerin bin, die wählen geht“, berichtet „Variety“. Die Rapperin erklärte außerdem, sie werde ihren Song „Illegal“ nicht spielen, weil „wahrscheinlich einer davon im Publikum ist“.

M.I.A.s Tiraden zogen Kritik von Fans auf sich, die wegen Kid Cudis Tour gekommen waren – was den Rapper am Montag dazu veranlasste, bekanntzugeben, dass M.I.A. für den Rest der Tour aus dem Support-Slot gestrichen wurde.

Cudis Statement zur Entscheidung

„TOUR-UPDATE: M.I.A. ist nicht mehr auf dieser Tour“, schrieb Kid Cudi in den sozialen Medien. „Ich habe meinem Management gesagt, sie sollen ihrem Team noch vor Tourstart Bescheid geben, dass ich bei meinen Shows nichts Beleidigendes haben will, weil ich schon wusste, was die Stunde geschlagen hatte – und man hat mir versichert, dass alles verstanden wurde.“

Kid Cudi weiter: „Nach den letzten paar Shows wurde ich mit Nachrichten von Fans überflutet, die von ihren Tiraden aufgebracht waren. Das enttäuscht mich zutiefst, und ich werde nicht zulassen, dass jemand auf meiner Tour beleidigende Aussagen macht, die meine Fanbase verärgern. Danke fürs Verständnis. Rager.“

M.I.A., die kürzlich ihr neues Album „M.I.7“ veröffentlicht hat, hat sich zu ihrer Entlassung bislang nicht geäußert. Die Rapperin hat in den letzten Jahren offen über ihre polarisierenden politischen Ansichten gesprochen – von der Verbreitung von Fehlinformationen über den Covid-19-Impfstoff über den Verkauf einer Anti-5G-Kleidungslinie über „The Alex Jones Show“ bis hin zur Unterstützung von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2024.

Die Rebel-Ragers-Tour geht am Mittwoch in Atlanta weiter – voraussichtlich mit einer neuen Vorband.

Daniel Kreps schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil