Paul Stanley über Masken-Muffel: „Dummheit nicht mit Mut verwechseln“


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Paul Stanley kritisiert öffentlich die Olympia-Siegerin Kerri Walsh Jennings, nachdem diese behauptet hatte, ohne Maske einkaufen zu gehen.

Walsh Jennings‘ „Tapferkeitsübung“

Walsh Jennings ist eine erfolgreiche Beachvolleyballspielerin, bei den Olympischen Spielen gewann sie bereits dreimal die Goldmedaille für die USA. Kürzlich erzählte sie auf Instagram, dass sie am Wochenende ohne Maske einkaufen gegangen sei. Sie bezeichnete dies als „eine kleine Übung, um tapfer zu sein“.

Walsh Jennings betonte, sie habe großes Mitgefühl mit allen, die einen geliebten Menschen durch COVID-19 verloren hätten. Aber sie wünsche sich auch, „dass die Menschen aufhören, in Angst zu leben“.

Paul Stanley: „Lassen wir den Unsinn“

Am Dienstag kommentierte Stanley auf Twitter die Aussagen der Sportlerin. Es sei traurig, so Stanley, „wenn jemand Dummheit und Egoismus mit Tapferkeit verwechselt.“ Stattdessen schlägt er vor: „Wie wäre es, ‚Tapferkeit‘ zu zeigen, indem man im COVID-Bereich auf der Intensivstation ohne PSA [Persönliche Schutzausrüstung, Anm. d. Red.] arbeitet?“

Sein Unverständnis für die Haltung der Volleyballerin verdeutlicht er mit einem drastischen Vergleich: „Es ist nicht ‚mutig‘, ein Auto mit einer Augenbinde in eine Menschenmenge zu fahren.“ Abschließend formuliert er den Appell: „Lassen wir den Unsinn mit der ‘Freiheit‘ und den ‘Falschmeldungen‘. Tragt eine Maske.“

Am Tag nach ihrem ursprünglichen Post reagierte Walsh Jennings mit einer Entschuldigung. In ihrem Statement auf Instagram schreibt sie: „Ich wollte nichts weiter tun, als meine Überzeugung zum Ausdruck zu bringen, dass Freiheit es wert ist, dass wir um sie kämpfen!“ In diesen Zeiten, die durch Chaos, Uneinigkeit und Angst bestimmt seien, fürchte sie allerdings, in ihrer Freiheit nach und nach eingeschränkt zu werden.