Lee Ranaldo spricht über Reunion von Sonic Youth


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Seit 2011 sind Sonic Youth Geschichte. Immerhin 30 Jahre hielt es die Band gemeinsam aus, dann zerstörte die erbitterte Scheidungsschlacht von Kim Gordon und Thurston Moore alles.

Die einflussreichste Noise-Rock-Band aller Zeiten stand trotz zahlreicher monetärer Angebote eigentlich nie vor einer Wiedervereinigung. Warum auch, argumentierten die Mitglieder gerne – das Solowerk veranschlagte eine eigene Daseinsberechtigung über die Band hinaus.

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Auch Lee Ranaldo hätte im Grunde keinen Grund sich zu beschweren. In den vergangenen Jahren fand er zu einer neuen, vitalen künstlerischen Stärke mit großartigen Alben wie „Between The Tides And The Times“, „Last Night On Earth“ (mit seiner neu gegründeten Band The Dust) und „Electric Trim“ (mit Lyrics von Autor Jonathan Lethem). Dennoch wird auch er bei eigentlich jedem Interview gefragt, ob es nicht doch eine Chance für eine Reunion von Sonic Youth geben könnte.

„Es war eine besondere Zeit“

Seine aktuelle Antwort während eines Gesprächs mit dem „NME“: „Ich glaube nicht, dass irgendjemand im Moment darüber nachdenkt. (…) Innerhalb von vier Monaten haben Thurston, Kim und ich neue Platten herausgebracht und wir drängen in neue Richtungen. Aber ich würde niemals nie sagen. Niemals. Es war eine besondere Zeit.“

Lee Ranaldo

Das klingt zumindest nach nostalgischer Melancholie. Möglicherweise gibt es aber auch ganz profane Gründe, warum ein Neustart gar nicht so einfach wäre. Probleme freilich, die sich laut Ranaldo aus der Welt schaffen ließen: „Ich hoffe, dass wir, wenn wir zusammenkommen sollten, vergessen haben, wie man die alten Lieder spielt, und uns einfach sagen: ‚Scheiß drauf, lasst uns stattdessen neue Musik machen‘. Das wäre mir lieber, als einfach nur zu versuchen, wieder zu üben, wie man ‚Teen Age Riot‘ spielt.“

Gemeinsam mit Raül Refree veröffentlichte Ranaldo an diesem Freitag (21. Februar) eine neue minimalistische-düstere LP mit dem Titel „Names Of North End Women“. Zu hören sind erneut einige lyrische Geistesblitze von Jonathan Lethem, aber auch eine etwas schroffere repetitive Klangarchitektur.

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