„Goldfinger“ und „Feeling Good“: Film-Komponist Leslie Bricusse ist tot


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Der zweifache Oscar-Preisträger Leslie Bricusse arbeitete unter anderem für einzelne Projekte eng mit Richard Fleischer, Martin Scorsese und Steven Spielberg zusammen. Nun ist der Songwriter im Alter von 90 Jahren gestorben.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören zum Beispiel „Pure Imagination“ aus Mel Stuarts „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Auch das James-Bond-Theme zu „Goldfinger“ und „You Only Live Twice“ hatte Bricusse komponiert. Später arbeitete er mit John Williams an der Filmmusik für unter anderem „Kevin Allein zu Haus“ und „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Den Tod des britischen Komponisten bestätige die Schauspielerin Joan Collins am 19. Oktober auf Instagram.

Zu einem Bild mit Leslie Bricusse und ihre schrieb sie: „Leslie Bricusse , einer der größten Songwriter unserer Zeit, der neben so vielen anderen Hits auch #candyman #goldfinger geschrieben hat, und mein guter Freund war, ist heute traurigerweise gestorben. Er und seine wunderschöne Evie [Bricusse] waren über 50 Jahre lang Teil meines Lebens. Ich werde ihn furchtbar vermissen, ebenso wie viele seiner Freunde […]“. Die Todesursache wurde nicht öffentlich bekannt gegeben.

 

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„Feeling Good“ wurde durch Nina Simone zum Hit

Bricusse arbeitete oft mit Anthony Newley zusammen. So auch zum Beispiel bei der Filmmusik zu „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Gemeinsam schrieben sie das Musical „The Roar of the Greasepaint – The Smell of the Crowd“ (deutsch: „Das Brüllen der Schminke – der Geruch der Menge“). Darin enthalten war unter anderem der Jazz-Klassiker „Feeling Good“, der später von Nina Simone für ihr 1965 erschienenes Album „I Put a Spell on You“ aufgenommen und auch von Sammy Davis Jr., Michael Bublé, John Coltrane, John Legend und vielen anderen gecovert wurde.

Leslie Bricusse wurde 1931 in Middlesex, einem Randbezirk von London (GB) geboren. 1968 gewann Bricusse seinen ersten Oscar für „Talk to the Animals“ aus Doctor Doolittle. 1982 folgte die zweite Auszeichnung der Academy für die beste Adaption und Originalmusik aus „Victor/Victoria“. 1989 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. 2001 wurde ihm für seinen Verdienst in der Filmindustrie und im Theater der Order of the British Empire (OBE) verliehen.