Lichtspektrum oder Regenbogenflagge: Pink Floyds neues Logo sorgt für Verwirrung


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Pink Floyd feiern den 50. Geburtstag ihrer Platte „The Dark Side Of The Moon“. Im Zuge dessen hat die Band nicht nur einen Re-Release des ikonischen Albums angekündigt, sondern auch ein neues Logo vorgestellt. Das sorgt nun auf der Facebook-Seite der Gruppe für viel Verwirrung.

Offensichtlich weniger bewanderte Pink-Floyd-Fans scheinen die Neuinterpretation von Prisma und Lichtspektrum mit der Regenbogenflagge zu verwechseln. Manche Nutzer*innen sind der Meinung, der Regenbogen bedeute, die Band sei jetzt „woke“ und engagiere sich aktiv für die LGBTQI+-Community. Diese Leute fordern sogar, die Band zu canceln und zu boykottieren.

So sieht das Logo aus:

Eine Person schreibt: „Werdet den Regenbogen los. Ihr macht euch lächerlich!“ Jemand anderes geht sogar noch weiter: „Traurig, dass eine einst großartige Band nun total woke ist. Ich habe eure Musik geliebt, jetzt werde ich sie nicht mehr anhören.“ Einen tieferen Einblick in die verwirrten, wütenden und enttäuschten Kommentare zum vermeintlichen Regenbogen gab das Onlinemagazin „Loudersound“, das zuerst über den Sturm der Entrüstung berichtete, hier.

Zwischen den empörten Meinungen finden sich auch Anmerkungen von Fans, die das Logo verstehen und sich über die negativen Kommentare amüsieren. Eine Person stellt klar: „Das Dreieck ist ein Prisma. Das ist das gesamte Konzept des Covers und der Grund, warum das Tageslichtspektrum aus der anderen Seite des Dreiecks rauskommt.“ „Ich habe schon geringe Erwartungen an Menschen, aber Pink Floyd zu boykottieren, weil man Prismen nicht versteht und sich nicht an das Originalcover erinnern kann, ist mehr als eine Parodie“, ergänzt derjenige.

Jemandes anderes fügte hinzu: „Das Prisma hatte bereits einen Regenbogen und man wäre ein falscher Fan, wenn man behaupten würde, Pink Floyd hätten Homosexuelle nicht immer akzeptiert. ‚The Wall‘ hat ziemlich klar gezeigt, dass Homophobie abscheulich ist.“

Das „Dark Side Of The Moon“-Cover wurde von der Agentur Hipgnosis entworfen. Agentur-Mitgründer Aubrey Powell erklärte ROLLING STONE 2017, wie das Bild entstand: „Ich blätterte in einem alten französischen Physikbuch, und da war ein Foto von einem gläsernen Briefbeschwerer, bei dem das Sonnenlicht durch das Fenster schien und ein Regenbogenprisma erzeugte. Mein Partner Storm Thorgerson sah mich an und sagte: ,Ich habe es: ein Prisma‘. Es dreht sich alles um Pink Floyd und ihre Lichtshow“.

Der Re-Release der Platte erscheint am 24. März als Boxset. Die Aufnahmen wurden von James Guthrie neu gemastert.