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Lindsey Buckingham verklagt Fleetwood Mac wegen Rausschmiss

Lindsay Buckingham verklagt seine ehemalige Band Fleetwood Mac. Unter anderem geht es um Verletzung der Treuepflicht, Verletzung eines mündlichen Vertrags und vorsätzliche Einmischung in künftige wirtschaftliche Vorteile. Das berichtet der amerikanische ROLLING STONE. Die Klage wurde am Donnerstag (11. Oktober) beim Kammergericht von Los Angeles eingereicht.

Die Gruppe verkündete im Januar den Rausschmiss des Gitarristen und gleichzeitig den Neuzugang von Mike Campbell sowie Neil Finn. Als offizieller Grund wurde ein Tour-Konflikt zwischen der Konzertreise der Band und den Solo-Shows des Musikers genannt. Dem widersprach der Künstler bereits öffentlich.

Die Beschwerde weist ausdrücklich darauf hin, dass dem 69-Jährigen unvermittelt gekündigt worden sei, obwohl dieser eine dreimonatige Verschiebung der Tour vorgeschlagen hatte. Zudem hätte es Pläne für über 60 nordamerikanische Shows gegeben, die in der „Rumours“-Konstellation gespielt werden sollten, als der Musiker ohne Warnung entlassen wurde.

„Dieser Schritt ist nötig, um Buckinghams Teilrecht auf die wirtschaftlichen Möglichkeiten durchzusetzen, auf die er als Mitglied der Partnerschaft, die für den Betrieb von Fleetwood Mac erschaffen wurde, Berechtigung hat“, begründen die Anwälte die Klage.

Rausschmiss aus Millionen-Deal

Das eingereichte Dokument gibt einen umfassenden Blick auf die vertraglichen Vereinbarungen, die Fleetwood Mac im Rahmen ihrer Tour abgeschlossen haben. So sollte jedes Mitglied für die Konzerte zwischen 12 und 14 Millionen Dollar erhalten. Zwar wollte Buckingham sein Soloalbum mit eigenen Gigs bewerben. Er hätte sich aber bereit gezeigt, die Platte für die gemeinsame Tour zu verschieben. Nachdem der Gitarrist erkannte, dass die Rockband nur drei Daten pro Woche spielen wollte, schlug er vor, die restlichen Tage für seine Soloshows zu nutzen. Schließlich soll der Musiker zwei Tage nach einem gemeinsamen Benefiz-Auftritt erfahren haben, dass sein Ausstieg beschlossen wurde.

Fleetwood Mac bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt mit Lindsey Buckingham im Januar 2018

Essenziell ist, dass Buckingham entlassen wurde, obwohl es keinen schriftlichen Vertrag zwischen den Mitgliedern gab. Das ist laut kalifornischem Recht verboten. Die Klage schließt mit einer E-mail, die er im Februar an Mick Fleetwood geschickt hatte und in der erangibt, dass er versucht habe, jedes Mitglied zu erreichen. Alle Künstler hätten aber mit Funkstille reagiert.

In einem Statement erklärte der Musiker, dass er „zutiefst traurig“ sei, dass die Band sich entschieden hat, ohne ihn zu touren. „In den letzten acht Monaten haben sich alle unsere Bemühungen, eine Vereinbarung auszuhandeln, als nicht ausführbar herausgestellt. Ich freue mich auf einen Abschluss und bleibe stolz darauf, was wir erreicht haben.“

Dia Dipasupil Getty Images

Lindsey Buckingham zieht Klage gegen Fleetwood Mac zurück

Seit der Entlassung Lindsey Buckinghams aus Fleetwood Mac im Januar 2018 streiten der Gitarrist und die verbliebenen Mitglieder erbittert darüber, wer Schuld an dem Zerwürfnis hat. Buckingham zog im Oktober sogar rechtliche Konsequenzen und verklagte die Band unter anderem wegen Verletzung der Treuepflicht im Rahmen des Millionen-Deals um die aktuelle Tour der Gruppe. Ein Pressesprecher von Fleetwood Mac erklärte, dass die Band die Anschuldigungen stark dementiere und „sich auf den Tag im Gericht freut“. Doch nun stellte der Musiker klar, dass der Konflikt offenbar außergerichtlich geklärt wurde. Wie der 69-Jährige in einem Fernsehinterview mit dem amerikanischen Sender „CBS“ verkündete, sei…
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