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Hasen, Hits und Hühner-Erzeugnisse: 10 Pop-Ostereier

🔥Heinz Rudolf Kunze über seine Liebe zu The Who und ihr Großwerk „Tommy“

Die folgende Liste legt erstaunliche Erkenntnisse ins Osterkörbchen. Denn wenn das fünfte Stück Rübli-Torte bereits an seiner Wiederauferstehung arbeitet (wegen: speiübli) und man zur gastralen Ablenkung schon darüber sinniert, warum der Osterhase in der Öffentlichkeit denn immer noch diese unförmigen Latzhosen anstatt der logischen Karottenjeans trägt, dann ist es an der Zeit für ein paar popmusikalische Überraschungseier:

1. Pilzkopf mit Eierkopf-Lyrics

Paul McCartney hatte die Melodie zu „Yesterday“ zunächst mit Dummy-Lyrics ausgestattet, unter dem Arbeitstitel „Scrambled Eggs“; und auch der „egg man“ (jetzt bloß nicht an die gehörgangparasitäre Nummer von Klaus & Klaus denken…klingelingeling!) findet im Beatles-Klassiker „I Am The Walrus“ Erwähnung. Das wäre heutzutage schwierig – McCartney lebt schließlich seit langem vegan – und sieht deswegen angeblich 10 Jahre jünger, also praktisch wie aus dem Ei gepellt aus.

The Beatles – „Yesterday – live from Studio 50, NYC“ (1965)

2. Überraschungs-Ei von Travis

Eier haben es grundsätzlich nicht leicht, das sollte man sich gerade an Ostern mal wieder ins Bewusstsein rufen. Sie werden in die Pfanne gehauen, abgeschreckt, geköpft und geschlagen, bis sie steif sind. Weil Travis schon immer eine grundsympathische und sozial eingestellte Band waren, haben sie im Video zu ihrer Byrds-meet-Big-Star-inspirierten, in nur 25 Minuten aufgenommenen Nummer „Coming Around“, die als Stand-alone Single zwischen „The Man Who“ (1999) und „The Invisible Band“ (2001) veröffentlicht wurde, einem dieser geschundenen Eggberts die Hauptrolle verehrt. Es wird zwar auch herausfordernd, aber am Schluss gibt es eine Überraschung…

Travis – „Coming Around“ (2000)

3. Osterbrunch mit Korn

Es gibt unzählige Varianten der Eierzubereitung: u.a. Spiegelei, Egg Benedict, Rührei, gefülltes Ei, pochiertes Ei, weichgekochtes Ei. Apropos: „Korn rechnen mit den Weicheiern ab“, titelte eine (mittlerweile verblichene) amerikanische Musikzeitschrift in den späten Neunzigern – ein Kaufanreiz, dem auch Ben Folds nicht widerstehen konnte. Als er die Zeitschrift zuhause aufschlug, stellte sich jedoch schnell heraus, dass mit den „Weicheiern“ Folds‘ eigene Band, Ben Folds Five, gemeint war. „Ben Folds Five sucks“, wurde Jonathan Davis da in fett gedruckten Lettern zitiert. Im Videoclip zu „Rockin‘ The Suburbs“ revanchiert Folds sich: Ab der 4-Minuten-Marke gibt es eine „Hommage“ an das „Freak On A Leash“-Video von Korn zu bestaunen, in der unzensierten Version ist zudem kurz „Korn sucks“ zu lesen. Diese Aussage können die (oster-)eierproduzierenden Hennen allerdings nicht bestätigen. (Bonusinfo: Ab 2:06 ist ‚Weird Al‘ Yankovic zu sehen, der bei dem Video Regie geführt hat.)



The Beatles: Penny Lane könnte aufgrund Sklaverei-Verbindungen umbenannt werden

Die Penny Lane in Liverpool wurde dank des gleichnamigen Beatles-Songs von 1967 weltbekannt. Nun könnte die berühmte britische Straße aber bald anders heißen. Nachdem im Zuge der Proteste der „Black Lives Matter“-Bewegung Bedenken immer lauter werden, dass die Penny Lane einst nach einem Sklavenhändler benannt wurde, sei die Straße nun „in Gefahr, umbenannt zu werden“, teilte der Bürgermeister mit. Penny Lane is in my ears and in my eyes Im Rahmen der Black-Lives-Matter-Proteste wurde im englischen Bristol die Statue eines Sklavenhändlers von Demonstranten entfernt, und auch die Straßenschilder der Penny Lane fielen den Demonstrationen zum Opfer. Namensgeber könnte James Penny…
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