London: Bombendrohung bei Konzert eines iranischen Musikers führt zu Evakuierung


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Die Londoner Polizei hat das Hammersmith Apollo am Sonntag (09. Oktober) evakuieren lassen, nachdem dort eine Bombendrohung eingegangen war – der iranische Musiker Dariush Eghbali trat dort am Abend auf. Nach Angaben der Polizei hatte diese während des Konzertes von Eghbali im Apollo einen anonymen Hinweis auf das geplante Attentat erhalten. Obwohl keine Informationen zur konkreten Umsetzung der Bombendrohung vorgelegen hätten, entschloss sich die Polizei gemeinsam mit dem Management des Apollo, das Konzertgebäude aus Sicherheitsgründen zu evakuieren.

Nachdem die Evakuierung vollzogen war, versammelten sich einige Menschen vor dem Hammersmith Apollo, um ihre Solidarität im Hinblick auf die aktuellen Proteste gegen die iranische Regierung und deren Umgang mit Frauenrechten zu zeigen.

Der Tod von Mahsa Amini

Die Protestaktionen in Bezug auf die iranische Regierung haben vor allem seit dem Tod von Mahsa Amini stark zugenommen. Am 16. September 2022 wurde die 22-Jährige in Teheran verhaftet, da sie kein Hijab trug. Kurz darauf verstarb die junge Frau. Zeug*innen gaben an, dass Amini von den Behörden verprügelt wurde und an den Folgen der Übergriffe starb.

Dua Lipa zeigt auf Instagram Solidarität

Viele Musiker*innen machen sich seit Mahsa Aminis Tod für die Rechte von Frauen im Iran stark. Darunter auch Dua Lipa. Sie teilte vor einigen Tagen auf Instagram Fotos von Frauen, die seit den aktuellen Protesten im Iran gestorben sind: „Sarina Esmailzadeh, 16, wurde von iranischen Sicherheitsbehörden zu Tode geprügelt, weil sie für die Rechte von Frauen im Iran protestiert hat. Nika Shakarami, 16, wurde ermordet nachdem sie ihr Hijab als Form des Protests verbrannte. Hadis Najafi, 23, wurde während einer Demonstration aufgrund des Tods von Mahsa Amini mehrfach angeschossen und verstarb kurz darauf.“

 

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Weiter schreibt Dua Lipa: „Laut Schätzungen befinden sich aktuell 1200 weitere Frauen in polizeilichem Gewahrsam. Schaut nicht weg. Jede*r von uns kann verschiedenste Plattformen nutzen, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und gemeinsam können wir laut sein. Ich solidarisiere mich mit den Frauen im Iran.“