Lord Sear, eine der markantesten Stimmen im Hip-Hop-Radio, stirbt mit 53 Jahren

Sear war Kernmitglied der „Stretch Armstrong and Bobbito Show“ und von Shade 45 auf SiriusXM – und bis zuletzt auf Sendung.

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Veteran-DJ und Radiomoderator Lord Sear, Kernmitglied der legendären „Stretch Armstrong and Bobbito Show“, ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Eine Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Die Nachricht von Sears Tod wurde am Mittwochnachmittag (11. März) in einem Post auf dem offiziellen X-Account von Shade 45 veröffentlicht.

„WE ARE SAD TO REPORT THAT OUR DEAR FRIEND AND HOST, LORD SEAR HAS PASSED AWAY“, hieß es in einem Statement des Senders, mit dem Sear seit dessen Launch im Jahr 2004 zusammengearbeitet hatte.

Stimme, Kraft, Familie

„SEAR WAS MORE THAN A VOICE ON THE RADIO – HE WAS A FORCE, A FRIEND, AND FAMILY TO SO MANY OF US!“

Lord Sear, bürgerlicher Name Steve Watson, stammt aus New York und baute sich im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere einen Ruf als eine der markantesten Stimmen im Hip-Hop-Radio auf. Erste Bekanntheit erlangte er als Touring-DJ des Rappers Kurious, bevor er zum Kernmitglied der wegweisenden „Stretch Armstrong and Bobbito Show“ auf WKCR wurde.

Sear war erstmals Anfang der Neunziger in der einflussreichen College-Radiosendung zu hören – zunächst beim Beatboxen und als derjenige, der Gäste ins Studio brachte, bevor er schließlich offizieller Co-Host wurde. Die Show machte sich einen Namen damit, zukünftige Hip-Hop-Ikonen wie Jay-Z, Nas und Wu-Tang Clan früh vorzustellen.

Kollaborationen und Videospiele

Über das Radio hinaus wirkte Sear an Alben von Beastie Boys, Big Pun, MF DOOM, The X-Ecutioners, Statik Selektah und anderen mit.

Er veröffentlichte die 12-Inch-Singles „Alcoholic Vibes / My Hindu Love“ (1997) und „Hello! (The Wake Up Call)“ (2000) und lieferte Voice-Work für die wegweisenden Videospiele „Grand Theft Auto III“ (2001) und „Grand Theft Auto IV“ (2008).

In den 2000er-Jahren baute Sear seine Präsenz im Satellitenradio weiter aus und wurde als Co-Host von „The All Out Show“ an der Seite von Rude Jude auf Shade 45 bekannt – dem von Eminem gegründeten Hip-Hop-Kanal auf SiriusXM.

Bis zuletzt auf Sendung

Zum Zeitpunkt seines Todes war er als Host von „The Lord Sear Special“ weiterhin aktiv auf der Plattform zu hören und setzte sich für Hip-Hop-Musik und -Kultur bei Hörern weltweit ein.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf VIBE veröffentlicht.

Preezy Brown schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil