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Madonna landet mit „Madame X“ 9. Nummer-Eins-Album

Mit jedem neuen Album versucht Madonna verzweifelt, dem aktuellen Zeitgeist zu entsprechen. Ob man das als opportunistisch oder aufmerksam interpretieren will, bleibt jedem selbst überlassen. Jedenfalls muss man anerkennen, dass es funktioniert. Mit ihrem vierzehnten Studioalbum „Madame X“, das am 14. Juni veröffentlicht wurde, landete die Pop-Ikone ihr insgesamt neuntes Nummer-Eins-Album in den Billboard-Charts.

Wie Madonna im Gespräch mit „Billboard“ erklärte, begleitet sie der Name „Madame X“ schon seit ihrem 19. Lebensjahr. Weil die mittlerweile 60-Jährige zu ihren Tanzstunden jedes Mal mit komplett verändertem Aussehen erschien, taufte ihre Lehrerin sie „Madame X“ – ein Image, dass die Sängerin nun als Konzept und Promo-Aktion ihrer neuen Platte aufgriff.

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In einem salbungsvollem Video zu ihrer aktuellen Platte erklärt die Popikone, wer ihr mysteriöses Alter-Ego eigentlich ist. „Madame X ist Geheimagentin. Madame X ist Tänzerin. Professorin. Staatsoberhaupt. Haushälterin. Pferdesportlerin. Gefangene.“ Ein undefinierbarer Charakter mit Augenklappe.

Fast so erfolgreich wie Barbra Streisand

Wie Billboard betonte, schaffte die Queen of Pop es in den letzten 40 Jahren in jedem Jahrzehnt mit mindestens vier Alben unter die Top-Ten und kann nach Barbra Streisand die meisten Nummer-Eins-Alben als Künstlerin vorweisen. Madonna musste nach ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest 2019 für ihre schwache Leistung zwar größtenteils niederschmetternde Kritik hinnehmen, ihr Erfolg aber wurde dadurch nicht signifikant beeinträchtigt.


Buyer's Guide: Madonna – die besten und wichtigsten Alben

Follow @sassanniasseri Essenziell Like a Virgin (1984) Madonna wuchs in den New Yorker Clubs der späten Siebziger heran, trommelte in Post-Punk- und New-Wave-Bands. Später waren Susan Seidelman, Richard Hell und Scorseses „After Hours“ Fixpunkte. Diese Sozialisation war überall zu hören: im messerscharfen Gitarrenklang, dem raschelnden Schlagzeug. Mit Nile Rodgers und Chic-Drummer Tony Thompson engagierte sie zwei Musiker, die eher dem pompösen Pop-Sound verpflichtet waren. In „Into The Groove“ geht es um Liebe als Prinzip des Fressens und Gefressenwerdens. „Material Girl“ ist, wie viele Lieder über Yuppies, abgrenzungsschwach – aber Figuren wie Gordon Gekko, Patrick Bateman und eben das „Material Girl“ sind…
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