ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
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Stimmlos-Auftritt beim ESC: Bist du es, Madonna?

Lange Zeit war nicht einmal klar, ob Madonna überhaupt beim ESC in Israel auftreten würde. Die Queen Of Pop war überraschenderweise fast bis kurz vor Start der Show gar nicht als Act gemeldet. Warum auch immer. Aber Madonna kam – und sorgte mit ihrer Performance für hochgezogene Augenbrauen.

Nach einer mehr als dreistündigen Veranstaltung mit großzügigem Füllprogramm nach dem eigentlichen Wettbewerb enterte Madonna um Mitternacht die Bühne, um die Zuschauer daran zu erinnern, dass sie immer noch der größte Popstar der Welt ist. Anstatt sich lediglich an ihren neuen Songs zu versuchen begann Madonna allerdings mit „Like A Prayer“.

Eigentlich stimmte alles: Bühne, Outfit, Tänzer, Kamerainszenierung. Nur die Stimme der Sängerin wollte nicht so richtig mitziehen. Madonna presste die ersten Zeilen ihres Mega-Hits förmlich aus sich heraus. Der Refrain geriet ihr stocksteif. Luft zum Atmen schien sie kaum zu haben.

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Madonna beim ESC: „Like A Prayer“ verhunzt

Was zu ihrer Entschuldigung natürlich vorgebracht werden muss: Beim Eurovision Song Contest wird live gesungen. Und vielleicht zu etwas anderen Bedingungen als bei Madonnas ansonsten perfekt durchgeplanten Konzerten. Das auf „Like A Prayer“ folgende neue Stücke „Future“ fiel in dieser Hinsicht nicht negativ auf (auch wenn es etwas schwächer anmutet als die zuletzt veröffentlichte Single „Medellin“). Das lag aber auch daran, dass es reichlich Playback-Einsatz enthielt.

In wenigen Wochen erscheint das neue Madonna-Album „Madame X“ (14. Juni). Mit einer großzügigen Gesprächseinheit durfte die Sängerin noch vor ihrem Mini-Gig Werbung dafür machen. Die Augenklappe, die sie sich dafür verordnet hatte, musste man dann aber doch symbolisch nehmen: Was ihre eigene Kunst angeht, scheint sie auf einem Auge blind zu sein. Aber auch in politischer Hinsicht enttäuschte sie.

Hatte Madonna nicht zuletzt von „Madame X“ als ihrem bisher politischsten Album gesprochen? Wollte oder konnte sie nicht vor einem Millionenpublikum eine Lanze brechen für einen neuen Friedensprozess zwischen Israel und Palästinensern? Etwas, das bei launigen Musikevent ohne klaren Favoriten durchaus Platz gehabt hätte.

Kein Wort dazu, obwohl sie der Moderator fast schon auffällig dazu aufforderte, sich zu etwas zu äußern, was ihr auf dem Herzen liegt. Stattdessen die fröhlich-naive Botschaft an all die Teilnehmer des ESC: „Ihr seid alle Gewinner“. Doch während ihrer Show dann das plumpe „Wake Up“ auf dem Bildschirm und zwei Tänzer mit Flaggen.

Leider gehörte Madonna an diesem Abend, der im Zeichen der Niederlande und ihrem Sänger Duncan Laurence stand, selbst nicht zu den Gewinnern.

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ESC 2019 in Tel Aviv: Bitter! Deutschland plötzlich noch schlechter

Noch mehr Pech für Deutschland beim ESC! Beim Eurovision Contest in Tel Aviv ist das Ergebnis nun noch schlechter als bisher. Das Duo S!sters wurde nach einer neuen Berechnung vom drittletzten auf den vorletzten Platz herabgestuft. Wie die Europäische Rundfunkunion EBU in Genf vier Tage nach dem Finale in Israel mitteilte, sorgte ein Berechnungsfehler für eine falsche Position. Hintergrund: Die weißrussischen Jury war disqualifiziert worden, nachdem sie ihre Punkte ausgeplaudert hatte. Deswegen zählte ihre Bewertung in der Show nicht mehr. Die EBU nutzte daraufhin ein „Ersatzergebnis“, eine Art Mittelwert mit vergleichbaren Daten anderer Teilnehmer. Hier sei nun aufgrund „menschlichen Versagens“…
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