Michael-Jackson-Biopic „Michael“: So war die Weltpremiere in Berlin

Einige Familienmitglieder der Jackson-Clans blieben der Premiere von „Michael“ fern.

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Mehrere Tausend Fans sowie geladene Gäste kamen am Freitagabend (10.04.2026) zur Uber Eats Music Hall in Berlin – viele in Militärjacken und Pilotenbrillen, die ikonische Looks des Sängers nachstellten. Sie feierten die Weltpremiere von „Michael“, dem mit Spannung erwarteten Biopic über den King of Pop, inszeniert von Antoine Fuqua.

Auf dem roten Teppich zeigte sich die Familie gespalten. Jacksons Brüder Jackie, Jermaine und Marlon sowie seine Söhne Prince und Bigi erschienen – für die beiden Letztgenannten ein seltener öffentlicher Auftritt. Prince trug einen schwarzen Anzug mit rotem Hemd, eine Anspielung auf den Look seines Vaters beim legendären Auftritt zum 50. Jubiläum von American Bandstand im Jahr 2002.

„Michael“: Wer noch zur Premiere kam und wer fehlte

Bigi fiel mit einem Armband auf, das ein Nahaufnahmebild von Michaels Füßen in einer seiner ikonischsten Tanzposen zeigte. Drei prominente Familienmitglieder fehlten hingegen vollständig: Tochter Paris sowie die Schwestern Janet und LaToya Jackson. Paris ließ sich zur selben Zeit entspannt in West Hollywood fotografieren, wie der „Stern“ berichtete.

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Ihre Distanz zum Film hatte Paris bereits im vergangenen Jahr auf Instagram deutlich gemacht. Als Schauspieler Colman Domingo behauptete, sie sei dem Projekt gegenüber unterstützend eingestellt gewesen, widersprach sie scharf: Sie habe null Prozent Anteil an dem Film gehabt, einen frühen Drehbuchentwurf gelesen, Anmerkungen gemacht – und das Projekt verlassen, als diese ignoriert wurden. Auch Janets Verhältnis zum Film gilt laut einem Bericht von Page Six als schwierig; sie taucht im Film zudem gar nicht als Figur auf.

„Michael“: Infos zum Film

Der Film zeichnet Jacksons Aufstieg nach. Wir sehen seine Zeit vom Frontmann der Jackson 5 bis zur Solokarriere mit Welthits wie „Thriller“ und „Beat It“. Was er ausspart: die Missbrauchsvorwürfe. Ursprünglich sollte das Thema Teil des Films sein, jedoch wurde laut Medienberichten ein Drittel des Films gestrichen.

Die Hauptrolle spielt Jaafar Jackson, Neffe des 2009 verstorbenen Künstlers. Er habe sich intensiv in Archivmaterial eingearbeitet, sagte er auf dem roten Teppich, dabei aber auch auf eigene Erinnerungen zurückgegriffen. Sein Onkel Jackie Jackson, einst Teil der Jackson 5, sagte gegenüber Reuters, er habe während des Films zeitweise vergessen, dass er Jaafar und nicht Michael auf der Leinwand sehe.

„Michael“ startet am 22. April in den deutschen Kinos.

Markus Brandstetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.