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Molly Ringwald zum Missbrauchs-Skandal: „In meinem Leben gab es einige Harveys“

„All die anderen Weinsteins“ ist ein Artikel betitelt, in dem Molly Ringwald, als Schauspielerin bekannt aus vielen Achtziger-Kinohits („The Breakfast Club“, „Pretty In Pink“), von Missbrauchserfahrungen im Filmgeschäft berichtet.

Der Beitrag des einstigen Teenie-Stars beginnt mit einer Erinnerung an die unzähligen Male, in denen sie in Hollywood sexueller Gewalt begegnet ist. Die heute 49-Jährige berichtet von einem Fall, in dem sie –  gerade einmal 13 Jahre alt – Opfer eines sexuellen Übergriffs wurde. Den Namen des Regisseurs nennt die Schauspielerin jedoch nicht.

„Es scheint, als hätten wir alle diese Harvey-Geschichte,“ schrieb Ringwald. „Jede ein bisschen anders, aber alle drehen sich um das gleiche, ekelerregende Thema. Frauen wurden gemobbt, zu Sachen überredet, manipuliert und am schlimmsten: anschließend bestraft.“

Weiter schriebt sie: „Auch wenn meine eigene Harvey-Geschichte anders sein mag, gab es auch für mich über die Jahre hinweg eine Menge Harveys. Genügende, um den Schock der Wiedererkennung auszulösen.“

Molly Ringwald soll beim ersten Übergriff erst 13 Jahre alt gewesen sein

Die Schauspielerin erzählt davon, wie ein „50 Jahre altes Mitglied des Teams“ sie dazu aufgefordert haben, soll mit ihr zu tanzen und dann seine Erektion gegen ihren Körper gedrückt haben soll. Sie selbst war damals erst 13 Jahre alt.

Nur ein Jahr später habe ein „verheirateter Regisseur“ am Set eines anderen Films ihr die Zunge in den Mund gesteckt. Auch sei sie in ihren Zwanzigern bei Vorsprechen zu Dingen aufgefordert worden, die so nicht im Skript gestanden hätten.

„Bislang habe ich in der Öffentlichkeit nicht darüber gesprochen, weil es sich als Frau so anfühlt, als hätte ich genauso gut auch über das Wetter reden können. Solche Geschichten werden nie ernst genommen. Frauen wird erzählt, sie seien ängstlich, schlampig, verbittert, zu sensibel oder sie könnten nicht mit Scherzen umgehen. Und die Männer? Wenn sie Glück haben, dann werden sie Präsident.“

„Hollywood muss ein Exempel statuieren“

Sie hoffe, dass Hollywood nun ein Exempel statuiert und es jeder Frau möglich mache ihre Geschichte zu erzählen. „Ich hoffe, dass sich junge Frauen eines Tages nicht mehr so fühlen, als müssten sie doppelt so hart für weniger Geld und Anerkennung arbeiten. (…) Es ist an der Zeit, dass auf ihr Herz hören. Hört zu.“

Außerdem schreibt Ringwald über die Zeit in den 1990ern, in der sie mit Harvey Weinstein am Set von „Strike it rich“ gearbeitet hat. Zwar habe er sie nie belästigt, aber sie sei „vor dem Produzenten“ gewarnt worden. Ihr sei gesagt worden, dass dieser leicht reizbar sei, und ihr sei von anderen von „unangenehmen Momenten“ erzählt worden.

„Ich hatte Glück“

Meine Harvey-Geschichte ist anders – hauptsächlich wegen des Timings. Ich war in einem der ersten Filme, die die Weinsteins produziert haben. Ich hatte Glück. Oder vielleicht lag es auch einfach nur daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt diejenige gewesen bin, die mehr Macht hatte.“

Der Weinstein-Skandal hat Hollywood fest im Griff. Fast täglich tauchen Berichte von Frauen auf, die von sexuellen Übergriffen des Hollywood-Moguls erzählen. Die Erfahrungen sollen von Belästigungen bis hin zu Vergewaltigungen durch Harvey Weinstein reichen. Der Filmproduzent bestreitet die Vorwürfe.

Inzwischen ist auch sein Bruder Bob ins Visier der Öffentlichkeit geraten. Amanda Segel hatte von sexuellen Übergriffen durch den jüngeren Weinstein-Bruder berichtet.

Bob Weinstein: Nun auch Missbrauchs-Vorwürfe gegen den Bruder von Harvey Weinstein

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