Mousse T. über Avicii: „Er konnte es körperlich nicht verarbeiten“

„Das Ganze konnte er körperlich nicht verarbeiten. Am Ende hast du gesehen, irgendwas stimmt da nicht“: In einem Interview erzählt Mousse T. davon, wie hart die Anforderungen in der DJ-Branche sind. „Das ist ein harter Job“, urteilt der Hannoveraner Musiker.

Im Gespräch mit „t-online.de“ sagt Mousse T., der Kollege sei immer schmächtiger geworden. „Man hat ein Management, verpflichtet sich mit Verträgen und Vorauszahlungen. Wenn man dann auch noch jung ist, hat man die Angst, immer leisten zu müssen. Man traut sich auch nicht zu sagen, dass es einem zu viel wird.“

Mousse T., bürgerlich Mustafa Gündoğdu, bringt auch die Verlockungen des Partylebens ins Spiel, mit denen junge Musiker sich konfrontiert sehen würden. „Am besten ist das DJ-Pult auch noch neben der Bar, dann kannst du dagegen kaum noch etwas tun. Man muss wirklich stark genug sein und selbst merken, wann es zu viel ist.“ Avicii hatte mit Alkoholproblemen zu kämpfen, unterzog sich mehreren Operationen, litt an Pankreatitis. 2014 verkündete er den Rückzug aus dem Tourneeleben.

Avicii: Fragen zur Todesursache

Die Todesursache des schwedischen DJs ist der Polizei bekannt, auf Wunsch der Angehörigen wird sie jedoch nicht öffentlich gemacht. Der Schwede, bürgerlich Tim Bergling, wurde am Freitag tot in einem Hotel in Maskat, Oman aufgefunden. Er wurde 28 Jahre alt.

Florian Ebener Getty Images

Thees Uhlmann: „Ich bin ich nicht kompetent genug, um mir Sorgen zu machen“

Etwas mehr als fünf Jah­re lang hat es keine neue ­Musik von Thees Uhlmann ­ge­geben. Der ehemalige ­Tomte-Sänger und Mit­­­be­gründer des Hamburger Labels Grand Hotel van Cleef war allerdings in dieser Zeit alles andere als untätig. Uhlmann nahm mit schmerzfreien Kollegen eine recht schauderhafte deutsche Version von „Do They Know It’s Christmas?“ auf, schrieb einen fröhlich-lakonischen ­Roman über das Sterben („Sophia, der Tod und ich“, 2015), verausgabte sich wie jeder ambitionierte Roman-Debütant auf nicht enden wollender Lesereise und lieh Bruce Springsteen in der deutschen Hörbuchversion von dessen Auto­biografie, „Born To Run“, seine norddeutsche Kodderschnauze. Nun legt Uhlmann das neue Album,…
Weiterlesen
Zur Startseite