Jennifer Holliday tritt nicht für Donald Trump auf – und entschuldigt sich bei LGBT-Community

Jennifer Holliday tritt nicht für Donald Trump auf – und entschuldigt sich bei LGBT-Community

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Und wieder geht dem designierten US-Präsidenten Donald Trump ein Auftritt an seinem ganz speziellen Abend flöten: Die texanische Sängerin Jennifer Holliday zieht wenige Tage vor der Amtseinführung die Reißleine – und sagt ihre bereits geplante Show am 19. Januar kurzfristig wieder ab. Zudem entschuldigte sie sich in einem offenen Brief bei der LGBT-Community dafür, dass sie überhaupt jemals eingewilligt hatte, bei der Veranstaltung vor dem Capitol Building aufzutreten. Holliday ist ein Star am Broadway – und eine Ikone der LGBT-Bewegung.

Nur kurze Zeit zuvor hatte Holliday ihre Einwilligung noch verteidigt, da sie laut eigener Aussage vielmehr für das amerikanische Volk als für Trump persönlich sänge – nun hat sie ihre Entscheidung gänzlich widerrufen. In ihrem offenen Brief schrieb die Sängerin:

Kein politisches Statement

„Ich dachte eigentlich nur, dass ich meine Stimme als heilende und vereinende Kraft einsetze, um mit der Hoffnung, die uns die Musik gibt, unserem polarisierten Land zu helfen. Mit Bedauern musste ich allerdings feststellen, dass ich nicht bedacht habe, dass hinter meinem Auftritt – fälschlicherweise – eine politische Motivation gesehen werden könnte und die Leute denken könnten, ich würde Donald Trump und Mike Pence unterstützen.“

„Ich werde nicht auftreten“

„In Anbetracht der Informationen, die ein ‘Daily Beast‘-Artikel mir gestern geliefert hat, kann meine einzige richtige Entscheidung jetzt nur sein, auf der Seite der LGBT-Community zu stehen und unmissverständlich auszudrücken, dass ICH NICHT FÜR DAS WILLKOMMENS-KONZERT ODER FÜR ANDERE INAUGURATIONS-FEIERLICHKEITEN AUF DER BÜHNE STEHEN WERDE!“

Enge Verbindung zur LGBT-Szene

Die 56 Jahre alte Texanerin hatte bereits bei den Amtseinführungen von Ronald Reagan, Bill Clinton und George W. Bush gesungen, doch als sie im obengenannten Artikel wieder an die Rolle, die sie für die LGBT-Gemeinschaft spielt, erinnert wurde, sei ihr klar geworden, dass ein Auftritt für den Republikaner Trump unmöglich sei.

Sie entschuldige sich „von Herzen“ für ihr „fehlendes Urteilsvermögen“ und dafür, „rücksichtlos gewesen zu sein im Hinblick auf das, was jeden einzelnen Amerikaner in dieser geschichtlich gesehen furchtbaren Zeit betrifft; und für das Verursachen von Bestürztheit und Kummer bei meinen Fans.“

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Pearl Jam spielen „Love Boat Captain“ für US-Präsident Donald Trump

Eddie Vedder ist bekanntermaßen kein Fan von Donald Trump – dessen „Null Toleranz“-Politik, die aktuell unter anderem dafür verantwortlich ist, dass an der mexikanischen Grenze etliche Kinder von ihren Familien getrennt werden, hat Pearl Jam nun bei ihrem Konzert in London dazu veranlasst, ein Zeichen in musikalischer Form zu setzen. Vedder widmete dem US-Präsidenten in der Mitte des Sets einen Song. Mit „Love Boat Captain“ vom Album „Riot Act“ eine Wahl, die Hoffnung anstelle von Hass transportieren soll: Is this just another day, this God forgotten place? First comes love, then comes pain let the games begin, Questions rise and…
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