New Yorks Bürgermeister vergleicht George-Floyd-Protest mit John-Lennon-Lyrics


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Seit dem Tode George Floyds herrscht in der Stadt New York Aufruhr: Aller Orten wird demonstriert, und die Polizei antwortet zum Teil rabiat. Nun reagiert der Bürgermeister: Mit einem Zitat von John-Lennon-Lyrics.

Auf Twitter postete der Journalist Jack Mirkinson Auszüge aus einem Gespräch, welches er mit New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio geführt hat. „Ich will das nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber es erinnert mich an den Song ‚Imagine‘ von John Lennon“, sagte de Blasio.

Ausschreitungen in Amerika verschlimmern sich

Im Zuge der Proteste in Gedenken an George Floyd und der „Black Lives Matter“-Bewegung war ein Video publik geworden, in dem zwei Autos des New York Police Departments in eine Gruppe von Demonstrierenden fuhren und mehrere Menschen verletzten.

Der Bürgermeister ist sich den Unruhen bewusst, sieht die Sache aber anders: „Ich glaube wirklich, dass wir viele Fortschritte machen. Ich glaube, dass die Protestbewegungen selbst, der friedliche Protest die Essenz dessen ist, wie wir Fortschritte machen, die Reformen, die innerhalb der NYPD gemacht werden, sind Fortschritte, tiefe Fortschritte.“

Auf die Aufforderungen vieler Demonstranten, die Polizei zu reformieren und der Polizei finanziell nicht mehr so hohe Zuschüsse zukommen zu lassen, reagiert er besonnen: „Aber für die Leute, die sagen, die Polizei nicht mehr zu finanzieren, würde ich sagen, dass dies nicht der Weg nach vorne ist.“

 Kritik an John-Lennon-Vergleich

Während de Blasio sich sicher ist, dass „Leute, die das Lied in voller Länge hören, darüber nachdenken, wie es in einer Welt wäre, in der wir anders miteinander umgehen, wie es wäre in einer Welt, in der wir mit nicht so vielen Einschränkungen wie momentan leben“, und anmerkt, dass „Imagine“ bei seiner Amtseinführung gespielt wurde, stehen die Medien diesem Vergleich kritischer gegenüber.

Der interviewende Journalist Mirkinson sagt, es sei ein geradezu verspottender Vergleich. „Fox News“-Reporter Brian Kilmeade meint, „John Lennon wäre (würde er noch leben) momentan nicht sicher in dieser Stadt“, dass sich der Sänger „sich in seiner Wohnung verstecken würde.



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