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„Idiot Prayer“-Kameramann: Nick Cave zeigt „reinste Form“ seiner Musik


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Der irische Kameramann Robbie Ryan hat Nick Caves anstehendes Konzert „IDIOT PRAYER: Nick Cave alone at Alexandra Palace“ gedreht. Nun hat er dem britischen Magazin „NME“ verraten, auf was sich Zuschauer am Donnerstag (23. Juli) einstellen können.

Obwohl Ryan zugab, nie ein großer Fan von Nick Caves Musik gewesen zu sein, soll ihn die Solo-Performance des Musikers sehr bewegt haben. Er sagte: „Es gibt vier oder fünf Songs, die ich mir immer wieder angesehen habe. Es ist die reinste Form seiner Musik, weil er nur am Klavier sitzt und seine Spielweise ist phänomenal.“

Als Teaser teilte Cave bereits die Performance zu „Galleon Ship“ 


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Auch wenn ein Online-Konzert laut Ryan nicht dasselbe wie ein Live-Auftritt biete, hoffe we, dass das „unersättliche Bedürfnis von Nick Caves Gefolgschaft“ befriedigt werden kann.

Das intime Konzert wurde in der Konzerthalle des Alexandra Palace in London aufgezeichnet. Dabei soll Nick Cave, Frontmann der Band The Bad Seeds, seine persönlichsten Songs am Klavier präsentieren. Zu hören sind alte Klassiker sowie auf neuere Stücke des Musikers.

Über den Dreh berichtete Robbie Ryan (Kameramann bei „Marriage Story“ und „The Favourite“): „Es war ein interessanter Prozess für mich, weil es keinen Regisseur gab. Nick war eine Art Regisseur, aber er nannte sich nicht so. In meiner Welt ist es normalerweise so, dass man vom Regisseur ausgewählt wird und dann leitet dieser die Show.“ Bei dem Dreh von „IDIOT PRAYER“ sei es allerdings anders gelaufen, so Ryan: „Er war sehr kooperativ in Bezug auf das, was ich dachte.“ Zudem habe es ihn begeistert „zum ersten Mal einen neuen Ansatz auszuprobieren“, so der Kameramann.


Deshalb schreibt Nick Cave keine politischen Protest-Songs

Politische Lieder gehören einfach einfach nicht zur DNA von Nick Cave. Das bestätigte der Musiker in einem Eintrag in seinem Blog "Red Hand Files" und gab zugleich eine wohlüberlegte Antwort auf die von einem Fan gestellte Frage, warum er nicht mehr solcher Themen in seinen Liedern verhandele. Der australische Sänger, Bandleader und Kotztütenlyrikschreiber weiß mit Worten umzugehen. Vielleicht ist er einer der letzten großen Geschichtenerzähler der Rockmusik alten Schlags. Doch seine Liedkunst entsteht fast vollkommen frei - oder wie Cave es sagt, „wie von selbst“. Seine Songs „werden schrittweise, auf kleinstem Raum konstruiert, wobei sich die größere Bedeutung erst im…
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