Nithya Raman schlägt Spencer Pratt im Bürgermeisterrennen von L.A.

Das Stadtratsmitglied verdrängte den MAGA-nahen Ex-Reality-TV-Star und zieht nun in die Novemberwahl ein.

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Das Los-Angeles-Stadtratsmitglied Nithya Raman hat den ehemaligen Reality-TV-Star Spencer Pratt aus dem Rennen geworfen und sich den zweiten Platz in den Vorwahlen zum Bürgermeisteramt von Los Angeles gesichert.

Die „Associated Press“ rief das Ergebnis am Montag aus und verkündete, dass Raman in eine Stichwahl im November gegen Bürgermeisterin Karen Bass einzieht – zwei frühere politische Verbündete, die nun in der Hauptwahl gegeneinander antreten. Wie die Nachrichtenagentur hervorhob, ist Bass die erste schwarze Frau im Amt der Bürgermeisterin von Los Angeles; Raman könnte die erste Frau südasiatischer Herkunft in dieser Position werden.

In Kaliforniens offenem Vorwahlsystem, bei dem Kandidaten aller Parteien in einem gemeinsamen Feld antreten und die beiden Erstplatzierten in die Hauptwahl einziehen, lagen Pratt und Raman laut Umfragen lange Kopf an Kopf – wobei späte Erhebungen Raman einen leichten Vorsprung bescheinigten. Übers Wochenende setzte sie sich dann deutlich ab, während die Auszählung der Stimmen weiterläuft.

Raman und die progressive Welle

Raman ist seit 2019 eine feste Größe in der Lokalpolitik von Los Angeles und eine stadtbekannte Wahlkämpferin. „Wenn Sie genauso frustriert vom kaputten Status quo sind wie ich, dann hoffe ich, dass Sie sich unserer Bewegung anschließen, um eine Stadt aufzubauen, die für alle funktioniert“, erklärte Raman gegenüber der „AP“. „Zu lange hat das Stadthaus mächtigen Interessen politische Vorteile verschafft, die Wahlen finanzieren. Die arbeitende Bevölkerung zahlt dafür den Preis – in Form höherer Mieten, ausgedünnter Dienstleistungen und einer Stadt, die aufgehört hat, für sie zu funktionieren.“

Am Montag lag Raman knapp drei Prozentpunkte vor Pratt. Laut CNN hält Bass derzeit 34,3 Prozent der Stimmen. Raman kommt auf 28,5 Prozent der bislang ausgezählten Stimmen, während Pratt bei 25,8 Prozent liegt.

Pratt und seine Frau Heidi Montag sind seit den frühen 2000er-Jahren feste Größen in der Boulevardpresse – vor allem wegen ihrer Geldprobleme und ihrer Eskapaden vor laufenden Kameras. Bekannt wurde Pratt als Reality-TV-Bösewicht in MTVs „The Hills“. Während der Palisades-Feuerkatastrophe von 2025 brannte ihr Anwesen zusammen mit weiten Teilen ihres Viertels nieder. Pratt warf der Stadtregierung von Los Angeles öffentlich vor, die Reaktion auf die verheerenden Waldbrände schlecht gemanagt zu haben, und kündigte an, Bass um das Bürgermeisteramt herauszufordern.

Stichwahl im November

Nun, da er aus dem Rennen ist, deuten Umfragen darauf hin, dass Raman Bass in der Novemberstichwahl ernsthaft gefährden wird. Raman ist Teil einer Welle progressiver Stadtpolitiker, die seit 2020 in Los Angeles gewählt wurden. Sie war die erste Kandidatin, die von den Democratic Socialists of America unterstützt wurde und ein öffentliches Amt in Los Angeles gewann – mit mehr Stimmen als je ein anderes Stadtratsmitglied in der Geschichte der Stadt und als erste Person seit fast zwei Jahrzehnten, die einen amtierenden Stadtrat schlug.

Charisma Madarang schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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