„Nymphomaniac“-Regisseur Lars vor Trier an Parkinson erkrankt


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Der dänische Starregisseur Lars von Trier steht für eigenwillige Filme und allerlei Skandale. Nun hat man bei ihm eine Parkinson-Erkrankung festgestellt.

Davon berichtete zuerst der dänische Rundfunk DR, der sich wiederum auf Triers Produktionsfirma Zentropa beruft. Demnach ist der 66-Jährige auch nach den Untersuchungen „in guter Verfassung“. Er habe bereits mit einer Behandlung begonnen. Die Arbeit an der dritten Staffel der kultisch verehrten Mysteryserie „Geister“ werde nach Drehplan fortgesetzt. Zu seinen Filmerfolgen zählen Werke wie „Idioten“, „Antichrist“ oder auch „Melancholia“.

Im Jahr 2011 wurde er von den Filmfestspielen im französischen Cannes verbannt, weil er sich selbst als Nazi bezichtigt hatte. Dieser Bann von der Croisette wurde sieben Jahre später wieder aufgehoben.

„Geister: Exodus“ soll an den 90er-Erfolg anschließen

Die Fortsetzung von „Geister“, einer Serie über ein Spuk-Krankenhaus, ist für von Trier eine Herzens-Angelegenheit. In den 1990er Jahren schrieb er mit dem legendären Stoff internationale Fernsehgeschichte.

Leicht hatten es aber die wenigsten mit dem Exzentriker: Von Trier trieb die Sängerin Björk bei den Dreharbeiten zum Film „Dancer in the Dark“ in die pure Verzweiflung, gewann mit ihr in der Hauptrolle dennoch die Goldene Palme von Cannes. Der internationale Durchbruch gelang ihm bereits 1996 mit dem Drama „Breaking the Waves“.

Parkinson ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, deren Symptome sich anfangs noch behandeln lassen. Sie lässt Zellen im Gehirn sterben, die den Botenstoff Dopamin erzeugen. Es kommt zu Störungen im motorischen Ablauf, die das typische Zittern der Gliedmaßen verursachen.