PANEL 2019: Rufus Wainwright votet mit


Er hat ein wahrlich schweres Erbe: Rufus ist der Sohn des Songschreibers Loundon Wainwright III und der Sängerin Kate McGarrigle. Die Eltern trennten sich früh, er wuchs in Montreal auf, lernte Piano, studierte eine Weile in New York und ging mit seiner jüngeren Schwester Martha und seiner Tante Anna McGarrigle auf Tournee. Oper, Musical und Theater inspirierten seine Lieder, der Gesang von Edith Piaf und Judy Garland, die Stücke von Oscar Wilde. 1989 wurde sein Song „I’m-A-Runnin'“ für den Oscar nominiert. Der Musiker und Arrangeur Van Dyke Parks machte den Produzenten Lenny Waronker, damals Leiter von DreamWorks, auf den jungen Musiker aufmerksam. Schon sein erstes Album, das 1998 erschien, und mehr noch „Poses“ (2001) und die Zwillingsalben „Want One“ (2003) und „Want Two“ (2004) wurden für die Intensität, den Stilwillen und die Eleganz gelobt: flamboyante, flammende Songkunst.

Mit Vater Loudon und Schwester Martha ist er in einer kurzen Szene in Martin Scorses „Aviator“ zu sehen. Rufus Wainwright nahm 2006 in Berlin ein Album unter der Ägide von Pet Shop Boy Neil Tennant auf, sang in New York Judy Garlands berühmtes Konzert in der Carnegie Hall (von 1961) nach, schrieb eine Oper und Musik zu Shakespeare-Sonetten für eine Inszenierung von Robert Wilson am Berliner Ensemble. „Out Of The Game“ (2012) ist sein bislang letztes konventionelles Song-Album. In dem Song „Dinner At Eight“ beschreibt er das Verhältnis zu seinem abwesenden Vater, der die Familie 1976 verließ. Man sieht in einem Dokumentarfilm, wie die beiden zusammen musizieren: der sehr heterosexuelle Loudon und der sehr homosexuelle Rufus. Und sie harmonieren. Loudon Wainwright spielt das „Dinner At Eight“ des Sohnes nun auch bei seinen Konzerten, während Rufus – nach Oper und Theater – an neuen Liedern arbeitet.


Florence And The Machine

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