Paris Jackson: Ihre Abrechnung mit dem „Michael“-Biopic

Paris Jackson macht unmissverständlich klar: Am „Michael“-Biopic war sie zu null Prozent beteiligt. Warum sie Colman Domingo jetzt so öffentlich widerspricht.

ROLLING STONE Badge
Empfehlungen der Redaktion

US-Schauspieler Colman Domingo hat auf die Kritik von Paris Jackson an dem kommenden Biopic über ihren Vater Michael Jackson reagiert. Der 56-Jährige hofft weiterhin auf ihren Segen für das Filmprojekt.

In einem Interview mit dem Magazin der Finanzzeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) erklärte Domingo, der im Film Jacksons Vater Joe Jackson verkörpert: „Ich hoffe, dass sie diese Hommage irgendwann lieben wird, die wir über ihren Vater gemacht haben.“ Der Film mit dem schlichten Titel „Michael“ entstand unter der Regie von Antoine Fuqua (u. a. „Training Day“ mit Denzel Washington). Domingo hatte zuvor in Interviews behauptet, dass Jacksons Kinder das Filmprojekt unterstützten.

Das provozierte Paris Jackson (27) offenbar zur Widerrede. Bereits im September 2025 reagierte sie via Instagram auf Domingos Äußerungen, sie sei während der Produktion „hilfreich“ gewesen. „Sag bitte nicht, ich sei ‚hilfreich‘ am Set eines Films gewesen, an dem ich zu 0 % beteiligt war“, schrieb sie und bezeichnete die Äußerung als „ziemlich seltsam“.

Jackson stellte klar, dass sie lediglich einen frühen Drehbuchentwurf gelesen und Anmerkungen zu Passagen gemacht habe, die ihr „unehrlich erschienen oder sich nicht richtig angefühlt hätten“. Nachdem diese Punkte unberücksichtigt blieben, war die Angelegenheit für sie abgefrühstückt: „Nicht meine Affen, nicht mein Zirkus“, so ihr lapidarer Kommentar.

Domingo betonte gegenüber dem US-Magazin „People“, Jackson und ihre Geschwister stünden „sehr hinter unserem Film“, und verwies auf ein kurzes Treffen bei einer Gala-Veranstaltung der amfAR (The Foundation for AIDS Research). Jackson widersprach dieser Darstellung entschieden.

Joe Jackson und Colman Domingo
Joe Jackson und Colman Domingo

Sie erklärte, sie habe den Schauspieler lediglich zweimal kurz getroffen – einmal auf einer Geburtstagsfeier, einmal bei besagter AIDS-Charity-Veranstaltung. Das Tischtuch scheint damit bis auf Weiteres zerschnitten.

Paris Jackson: Model, Musikerin, Genesende

Paris Jackson ist die Tochter von Michael Jackson und Debbie Rowe. 1998 geboren, verdingte sie sich als Model, Schauspielerin und Musikerin und machte sich in den vergangenen Jahren auch mit eigener Musik einen Namen. Ebenso „prominent“ waren ihre Absturz-Eskapaden mit Heroin und Alkohol.

Anfang Januar 2026 konnte sie den Meilenstein von sechs Jahren „without drugs and alk“ setzen. Ihr Weg in die Abstinenz begann nach eigenen Angaben am 7. Januar 2020.

Neben Schauspielrollen – unter anderem in der Serie „American Horror Stories“ – veröffentlichte sie 2020 ihr Debütalbum „Wilted“, das sich stilistisch zwischen Indie-Folk und Alternative bewegt.

Das von Lionsgate und Universal Pictures produzierte Jackson-Biopic soll am 24. April 2026 in die US-Kinos kommen. Neben Domingo gehören unter anderem Nia Long und Miles Teller zum Cast.

Getty Images: Joe Jackson: YE, Colman Domingo: Emma McIntyre

Ralf Niemczyk schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.