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„Der Pate III“ kommt mit neuer Fassung erneut ins Kino


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„Mario Puzo’s The Godfather, Coda: The Death of Michael Corleone“: Unter diesem Namen wird Francis Ford Coppolas „Der Pate III“ wieder im Kino zu sehen sein.

Der dritte Teil der Mafia-Trilogie erstrahlt in einer 4K-Restauration der Original-Negative, wird sich aber auch von der ursprünglich auf die große Leinwand gebrachten Fassung unterscheiden, wie Filmstudio Paramount am Donnerstag offiziell in einer Pressemitteilung bekannt gab.

„Der Pate III“ im Recut 14 Minuten kürzer

Der von Coppola persönlich vorgenommene Neuschnitt soll 14 Minuten kürzer sein und einen anderen Anfang sowie einen veränderten Schluss haben.

„Für diese Version des Trilogieabschlusses entwickelte ich einen neuen Anfang und ein neues Ende und arrangierte einige Szenen, Aufnahmen und Soundtrackelemente neu“, so der Regisseur, der zuletzt auch schon seinen Vietnamkriegsfiebertraum „Apocalypse Now“ mit einem Recut erneut ins Kino brachte. „Mit diesen Änderungen und dem wiederhergestellten Film- und Tonmaterial ist es für mich ein angemessenerer Abschluss zu „Der Pate“ und „Der Pate Teil II“.

Coppolas Restaurationsteam sichtete 300 Kartons mit Negativen der Filmfassung, korrigierte Ausschnitte mit niedriger Auflösung, beseitigte Kratzer, Flecken und andere Anomalien, die zuvor technisch nicht korrigiert werden konnten.

.Francis Ford Coppola

„Der Pate III“ wird im Dezember in einigen ausgewählten Lichtspielhäusern laufen, bevor der Film später auch auf DVD, Blu-ray und auf VoD erscheint. Coppola hatte den von der Kritik gemischt aufgenommenen Schluss seiner großen Mafia-Erzählung bereits für den Videomarkt mit einer neuen Schnittfassung versehen.

Im letzten Teil der auch Corleone-Trilogie genannten Filmreihe ist Al Pacino erneut als Clanchef Michael Corleone zu sehen, der im gereiften Alter mit Schuldgefühlen zu kämpfen hat und am Ausstieg aus dem organisierten Verbrechen arbeitet.

Kevin Mazur Getty Images for Tribeca Film Festival

„Der Pate – Teil III“: Keine Patenlösung

Die Geschichte von "Der Pate III" ist eine Geschichte der Kuriositäten. Es ist der Film, der niemals sein sollte. Francis Ford Coppola hatte geschworen, dass es keinen weiteren "Paten" geben würde – und das war sehr klug, denn natürlich gab es keine Möglichkeit, seine beiden Meisterwerke zu übertreffen. Es gab aber die Möglichkeit, die Saga der Corleones weiterzuerzählen. Und weil Coppola mäßige und mäßig erfolgreiche Filme gedreht hatte, falsche Entscheidungen gefällt und in Weinberge investiert hatte (manche sagen, er sei selbst ein Weinberg geworden), ließ er sich zu dem dritten Film überreden. Vor 26 Jahren kam er in die Kinos.…
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